Kelheim - Nachrichten 17.01.2010, 12:18 Uhr

16-Jährige ließ die anderen Tänzer erblassen

Die 16-jährige Natalie Bergmann

Die 16-jährige Natalie Bergmann

Das zweite Jahr in Folge veranstaltete die Tanzschule Tuscher einen Schwarz-Weiß-Ball beim Jungbräu. Wie Walter Tuscher jun. betonte, ist der Ball kein gewöhnlicher Faschingsball: „Die Leute kommen zu uns bewusst zum Tanzen. Es wird daher nicht nur Walzer gespielt, sondern auch Rumba, Tango, Disco-Fox oder Cha-Cha-Cha. Das ist bei anderen Fachingsbällen nicht möglich, weil die Bands die Tänze oft nicht spielen können.“ Aus diesem Grund holte Tanzschule Tuscher die Band „Happy Sound“ ins Boot.

Etwa 160 Tänzer waren in festlicher Robe gekommen. Darunter auch Steffi Godesar (23) mit ihren beiden Freundinnen Barbara Alkofer (23) und Sabine Eder (22). Die drei Mädels waren früher bei den „Marchinger Showgirls“. „Es ist aber auch mal schön die Abendgarderobe auszuführen“, sagte Steffi Godesar. Leider mussten die jungen Damen alleine zum Ball. „Unsere Männer wollten nicht mit, daher sind wir jetzt auf der Suche nach Neuen“, sagten sie mit einem Augenzwinkern. „Die jungen Männer können eben nicht mehr tanzen. Wir brauchten früher vor der Hochzeit keinen Tanzkurs“, erklärte Willi Resch (55). Er kam mit seiner Frau Christl (53) zum Tuscher-Ball, „weil es in Abensberg jetzt nur noch wenig Bälle gibt. Wir wollten mal die Gelegenheit nutzten, um zwanglos fortzugehen.“ Getanzt wird bei den Reschs aber „nach eigenem Stil.“ Eine außergewöhnliche Tänzerin war Natalie Bergmann. Die 16-Jährige sitzt im Rollstuhl. Doch das hielt sie nicht davon ab, mit Papa Dieter über die Tanzfläche zu huschen. „Ich bin immer wieder mit meinen Eltern zu Bällen gegangen, und Papa hat mich dann ab und an geführt. Dabei habe ich meine Liebe zum Tanzen entdeckt“, sagte Natalie. Und was sie mit ihrem Papa vollbrachte, ließ andere auf dem Parkett erblassen.

 

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