Senioren: Workshop soll Gemeinden helfen
Städte und Dörfer müssen sich auf eine ältere Gesellschaft einstellen.
2023 werden nur noch knapp 20000 junge Leute bis 19 Jahre im Landkreis wohnen (heute rund 25000), aber über 34500 Senioren. Bis 2023 steigt die Zahl der 80- bis 89-Jährigen um über 50 Prozent, die der 60- bis 69-Jährigen um weit über 40 Prozent.
Die Seniorenbeauftragte des Landkreises möchte ein Umdenken einleiten. „Ich denke schon lange darüber nach, wir können das nicht einfach auf uns zukommen lassen“, sagt Schmid, die eine sehr positive Einstellung zum Altern und Alter hat. Sie sieht gesunde, aktive Rentenjahre als Chance. Auf ihre Initiative hin wird es im Frühjahr in Kelheim einen Workshop für zukunftsorientierte Seniorenpolitik geben. Die Teilnehmer werden Anfang Mai gemeinsam den Ist-Stand und Lösungen für die Zukunft erarbeiten.
„Es wird viel mehr Demenzkranke und Pflegebedürftige geben, die Menschen werden stärker auf fremde Hilfe angewiesen sein, aber es gibt keine Angehörigen vor Ort, die das leisten können“, prognostiziert Gabi Schmid. Einen Weg sieht sie angesichts leerer öffentlicher Kassen und der demografischen Entwicklung von der Alterspyramide zum Pilz: Das Ehrenamt werde noch wichtiger und müsse ausgebaut werden.



