Abensberger Eltern steuern gerne den Kindergarten in Sandharlanden an
Christoph Ries mit Sohn Maxi-Tarek und Ralf Coordes mit Töchterchen Silja.
Es ist kurz nach acht Uhr, als der dreijährige Maxi-Tarek und die vierjährige Silja gemeinsam mit ihren beiden Papis in den Sandharlandener Kindergarten kommen. Schnell sind die Jacken ausgezogen, das Bastelmaterial wartet im Kindergartenzimmer schon auf die beiden Kleinen.
Es ist nicht selbstverständlich, dass Maxi-Tarek und Silja in „Fridolins Kindernest“ nach Sandharlanden kommen. Denn ihre Eltern wohnen nicht im Spargeldorf, sondern in Abensberg. Und trotzdem bringen sie ihre Sprösslinge hierhin, obwohl der Weg ins Lummerland in die Römerstraße in beiden Fällen viel kürzer wäre.
„Wir hatten schon unser erstes Kind hier“, berichtet Ralf Coordes – der Papa von Silja. Seinerzeit fand sich kein Platz zur gewollten Zeit bei einer andern Abensberger Einrichtung. „Da haben wir das Angebot, nach Sandharlanden auszuweichen, angenommen.“ Schnell hätte sich die Coordes‘ mit diesem Kindergarten angefreundet. „Hier ist es einfach familiärer als in einem Großen“, sagt Papa Ralf Coordes. Meada Mounajed stimmt ihm zu. Sie ist die Mama von Maxi-Tarek, der heute ausnahmsweise gleich von beiden Eltern gebracht worden ist. „Wir haben uns ganz bewusst für diesen Kindergarten entschieden“, sagt Mounajed. Sie nennt als Gründe die selben, die schon Coordes genannt hat.
An dieser familiären Stimmung wird auch ganz bewusst gearbeitet. So berichtet die stellvertretende Kindergartenleiterin Renate Schmidbauer davon, dass die Kleinen beim Spielen zwischen den beiden bestehenden Gruppen hin und herwechseln dürfen. „Außerdem haben wir gemeinsame Weihnachts- und Faschingsfeiern.
Ralf Coordes und Meada Mounajed haben im weiteren Gespräch auch die Verkehrssituation vor dem Kindergarten an der Regensburger Straße in Abensberg im Blick. Da gehe es in Sandharlanden schon ruhiger zu als in der Stadt, wo Eltern von Kindergarten- und von Schulkindern um die wenigen Parkplätze konkurrieren. Außerdem können sich beide nicht vorstellen, dass es in einem größeren Kindergarten regelmäßige Spaziergänge in den Wald geben könnte. „Der ist ja hier nicht weit weg“, sagt Mounajed. Und auch die Besuche in der Kirche seien ein Pluspunkt – einmal ganz abgesehen vom großen Garten in Sandharlanden.



