Kelheim - Nachrichten 02.02.2010, 19:16 Uhr

Schüler beweisen Gespür für die Börse

Die „MoneyMakers“ sahen Börsentrends voraus: Christoph Schart, Armin Heller, Daniel Liedl, Mathias Ettengruber und Fabian Schweiger mit Schulleiter Wolfgang Brey, Konrektor Siegmund Reithmair, Dieter Scholz, Bernhard Hegenberger, und Werner Stöckl.

Die „MoneyMakers“ sahen Börsentrends voraus: Christoph Schart, Armin Heller, Daniel Liedl, Mathias Ettengruber und Fabian Schweiger mit Schulleiter Wolfgang Brey, Konrektor Siegmund Reithmair, Dieter Scholz, Bernhard Hegenberger, und Werner Stöckl.

Landkreis. Mit 50000 Euro sind Christoph Schart, Armin Heller, Daniel Liedl, Mathias Ettengruber und Fabian Schweiger angetreten. Nach zehn Wochen hatten sie ihr Geld um knapp zehn Prozent vermehrt – eine stolze Bilanz.

Dabei sind die fünf keine Börsenprofis, sondern Schüler der Aventinus Hauptschule Abensberg. Doch genau wie die Banker war auch der Gewinn nicht echt – schließlich wurde beim 27. Börsenspiel der Kreissparkasse Kelheim nur mit fiktivem Geld gehandelt. Das allerdings haben die „MoneyMakers“, wie sich die vier Nachwuchs-Börsianer nennen, so gut gemacht wie keine andere Spielgruppe im Landkreis Kelheim.

„Mitgespielt haben etwa 500 Schüler aus 12 Schulen in 107 Spielgruppen“, sagt Dieter Scholz, Vorstandsmitglied des Kreditinstituts. Die Betreuung der Schüler übernahmen neben den Lehrkräften auch Werner Stöckl, Bernhard Hegenberger und Sonja Barth von der Sparkasse. Sie übergaben gestern Preise an die zehn erfolgreichsten Spielgruppen: Diese stellten das Donau-Gymnasium Kelheim, die Wittelsbacher Hauptschule Kelheim, die Aventinus Hauptschule Abensberg, die Johann-Turmair-Realschule Abensberg, das Berufsbildungswerks in Abensberg, die Hauptschule Neustadt und die Staatlichen Realschule Riedenburg.

Nur die Gruppe „Blue Eyes“ hätte eine bedeutend längere Anreise zur Siegerehrung gehabt, weshalb sie gar nicht erst erschien. „Ihren Preis bekommen sie natürlich trotzdem“, versprach Scholz. Die Urkunde muss dafür allerdings um die halbe Welt reisen: Die „Blue Eyes“ sind Schüler des Collegio Ave Maria in Bolivien. Am Börsenspiel teilnehmen konnte die größte Schule Lateinamerikas, weil sie eine Partnerschaft mit der Realschule Abensberg hat.

„Erst wägen, dann wagen“, gab Scholz den Schülern mit auf den Weg. Zwar seien sie sehr erfolgreich gewesen, das Börsenspiel bleibe letztendlich aber ein Spiel. „Neben viel Fleiß braucht man an der Börse auch das nötige Quäntchen Glück“, sagte Scholz. Das hatten in der Zeit, in der das Spiel stattfand, vor allem die Gruppen, die auf Technologiewerte setzten. Mit den Wertpapieren von Google, Microsoft, Apple oder Sony erzielten sie große Gewinne. Verlierer waren dagegen Aktien aus dem Bereich Finanzen: Vor allem mit der Deutschen Bank und der Allianz fuhren die Schüler einige Verluste ein.

 

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