Kelheim - Nachrichten 23.02.2010, 17:44 Uhr

Hamidous „Mama“ hat ein großes Herz für indische Kinder

Haben ein großes Herz für Kinder: Die Abensbergerin Elfriede Seitz (re.) unterstützt die „Interplast“-Ärztin Dr. Barbara Dünzl.

Haben ein großes Herz für Kinder: Die Abensbergerin Elfriede Seitz (re.) unterstützt die „Interplast“-Ärztin Dr. Barbara Dünzl.

abensberg. „Wir funken auf einer Wellenlänge“, sagen Elfriede Seitz und Dr. Barbara Dünzl. Seitz ist in Abensberg bekannt als eine Frau, die sich engagiert für nomakranke Kinder aus dem Niger. Seitz’ Pflegekind Hamidou, der zu Operationen in Deutschland war, kennen viele Abensberger von seinen Aufenthalten in der Babonen-stadt. Dünzl ist Oberärztin für Anästhesie. Sie arbeitet derzeit am Schwandorfer Krankenhaus. 1997 haben sich die beiden Frauen kennen und schätzen gelernt. Dünzl gehörte zu den Ärzten, die Hamidou in Regensburg versorgt haben.

Statt Urlaub in den Operationssaal

„Ich bin von ihr begeistert“, sagt Seitz über Dünzl. Und deshalb hat sie nicht lange überlegt, als sich diese mit der Bitte um Unterstützung an sie gewandt hat. Mit einem Basar im Einkaufszentrum vom 11. bis 13. März versucht Seitz, Geld in die Kasse zu bekommen. Denn Dünzl und ein Team von Ärzten planen dieses Jahr einen Hilfseinsatz in Indien.

Seit Mitte der 1990er-Jahre ist Dr. Barbara Dünzl Mitglied bei „Interplast“. Dieser international organisierte Verein hilft Menschen in der ganzen Welt durch plastische Chirurgie. Ärzte und Pfleger opfern ihren Urlaub, um auf fremden Kontinenten zu helfen.

„Arbeit in der Dritten Welt hat mich schon immer interessiert“, sagt die 55-Jährige. Ihr erster Einsatz war seinerzeit in Zusammenarbeit mit der Noma-Hilfe im afrikanischen Niger. Im weiteren Verlauf ihres ehrenamtlichen Dienstes gehörte sie dann zu den Ärzten, die sich in Regensburg um Hamidou bemüht haben.

Mittlerweile sei die Hilfe von „Interplast“ für die Noma-Kinder aus dem Niger nicht mehr so dringend. Es sei gelungen, dort ein Krankenhaus aufzubauen, in dem die Noma-Kranken behandelt werden können. Auch dass Kinder nach Europa für Operationen kommen müssen, sei deshalb nicht mehr notwendig.

 

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