Neumarkt - Nachrichten 14.02.2008, 18:37 Uhr

Bash-Veranstalter werfen Polizei mangelnden Kooperationswillen vor

Gauwailers und Veranstalter der nun kommenden Sunhill-Reggae-Night äußerten sich unter anderem zum Polizeieinsatz am vergangenen Samstag und zum nächsten Reggae-Fest.

Gauwailers und Veranstalter der nun kommenden Sunhill-Reggae-Night äußerten sich unter anderem zum Polizeieinsatz am vergangenen Samstag und zum nächsten Reggae-Fest.

Von wegen erhebliches Drogen-Problem: Gegen dieses von Polizei-Chef Helmut Lukas gezeichnete Bild der Verhältnisse beim Bob-Marley-Birthday-Bash am vergangenen Samstag wehren sich die Veranstalter. Bei einer Pressekonferenz am Mittwochabend nahm dazu nicht nur die Veranstalter-Band „The Gauwailers“ Stellung. Auch die Organisatoren der „Sunhill-Reggae-Night“ am 23. Februar in der Kleinen Jurahalle äußerten sich. Sie erklärten zudem, dass ihr Konzert stattfinden werde.

Ein voller großer Speisesaal im Berggasthof Sammüller und teils kräftiger Applaus waren optischer und akustischer Ausdruck der Empörung über die Aussagen von Lukas und das Verhalten der Polizei vor und während des Konzertes. Dass es eben kein erhebliches Drogen-Problem gegeben habe, beweise die Zahl von 14 Festnahmen – erklärte Miche Süllner, Sänger der „Gauwailers“. Immerhin seien laut deren Abrechnung 850 und nicht wie von der Polizei geschätzt nur bis zu 600 Besucher gekommen.

Mehrfach hätten die „Gauwailers“ im Vorfeld das Gespräch mit der Neumarkter Polizei gesucht. Mehr als Kontakte via Telefon und den Hinweis auf die Nummer „110“, die bei dringenden Nachfragen zu wählen sei, habe es vonseiten der Polizei nicht gegeben. In Anspielung auf eine entsprechende Formulierung von Lukas sollten Eltern auch wissen, dass die „Gauwailers“ bei ihren Konzerten keine Schnapsbar zulassen und dass es auch bei diesem vierten Birthday-Bash – die drei zuvor hatten in Sindlbach stattgefunden – keine Schlägerei gegeben habe. Zudem sollten sie wissen, dass die Band in den Jahren zuvor mit ihren Reggae-Konzerten 15 000 Euro für wohltätige Zwecke wie Flutopfer- und Gambia-Hilfe eingespielt habe.

Die „Gauwailers“ distanzierten sich von den 14 Personen, die wegen Drogenbesitzes aufgegriffen worden seien. Sehr wohl habe man selbst durch eine Aufstockung der geforderten Zahl von Security-Kräften versucht, Drogenkonsum, aber auch Zigarettenrauchen zu verhindern.(lr)

 

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