Regensburg 08.05.2008, 12:26 Uhr

Domplatz soll von Autos befreit werden

Im Rahmen der Gesprächsreihe „Über Gott und die Stadt“ wurde im Domplatz 5 die Zukunft des Domplatzes erläutert

„Filetstück oder Schandfleck? – zur Zukunft des Domplatzes“ So provokant lautete das Thema, das Innenstadt-Seelsorger Werner Schrüfer im Domplatz 5 stellte. Stadtplaner Peter Seywald informierte über die Vergangenheit des Areals „Domplatz“, ein Name, der sich ja eigentlich in der Vergangenheit auf den Platz vor dem Westportal des Doms bezogen habe und keineswegs die ganze Fläche, die heutzutage mit diesem Namen bezeichnet werde, beinhaltet habe.

Seywald warf einen Blick zurück auf die Erbauung des großen Postgebäudes, die Entfernung des Reiterstandbildes von König Ludwig I., der Domstraße sowie des Altdorfer Platzes im Laufe der letzten Jahrhunderts.

Ute Hick, die Leiterin der Stadtplanungsamtes, berichtete, dass ein Stadtratsbeschluss vom April dieses Jahres vorliege, wonach in einem beschränkten Wettbewerb unter Vorgabe der Rückführung des Reiterstandbildes an seinen ursprünglichen Platz auf dem Domplatz, die Gestaltung der Fläche zwischen der St. Johannes Kirche und der Ulrichkirche behandelt werden soll.

Dieser Wettbewerb solle, so Hick, unter Maßgabe der städtebaulichen sowie verkehrsplanerischen Erfordernisse, bis Ende des Jahres Ergebnisse zeitigen. Das Reiterstandbild soll in jedem Fall im Jahr 2010, dem Jubiläumsjahr, als Regensburg zu Bayern kam, wieder auf dem Domplatz seinen Platz finden.

Einig waren sich alle Anwesenden, dass der Domplatz, der jetzt zu 50 Prozent dem ruhenden und fließenden Verkehr „gehöre“, vom Verkehr zumindest in einem gewissen Maße befreit werden müsse, zumal die Fläche um den Dom ein besonders stark frequentierter Platz der Weltkulturerbestadt sei.

Dr. Werner Schrüfer beklagte vor allem im Zusammenhang mit dem Verkehrsaufkommen das „Potenzgehabe“, mit dem viele Autofahrer den Domplatz zu einer reinen Protz- und Präsentiermeile herabwürdigen würden.

Ralf Kammermeier von der Galeria Kaufhof räumte zwar ein, dass der Domplatz gestalterisch der Aufwertung bedürfe, dass man den Verkehr jedoch nicht aussperren könnte. Die Gefahr bestünde, dass dann wirtschaftliche Lebensadern der Altstadt durchschnitten würden.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
Donnerstag 2. September 2010
Haubensak Logo

Wetter

Wolke
20°

» Lokalwetter