Regensburg 04.01.2009, 17:10 Uhr

Postkunde wurde „Sicherheitsrisiko“

Dass er seine Post am Samstag erst gegen 13.30 Uhr erhält, bringt den Regensburger Georg Spanner aus der Schottenstraße in Zeitnöte. Der 58-Jährige korrigiert in seiner Freizeit am Wochenende die Arbeiten von Mathematik-Studenten der FernUniversität Hagen, die ihm via Deutsche Post zugeschickt werden. Weil er damit gerne schon am Samstagmorgen beginnen wollte, sein Postbote aber von seiner Route nicht abweichen kann, kam Spanner auf eine Idee: Jeden Samstag fährt er gegen 8 Uhr in die Bahnhofstraße, klopft dort an die gläserne Eingangstür und erbittet sich die Herausgabe des an ihn adressierten Kuverts. Jetzt wurde er dadurch zum „Sicherheitsrisiko“. Um ein Haar hätten Postmitarbeiter die Polizei geholt. Post-Pressesprecher Klaus-Dieter Nawrath, von der MZ zu dem von Georg Spanner geschilderten Vorfall befragt, warb um Verständnis: Dass man sich beim Zustell-Stützpunkt vorab seine Post aushändigen lasse, könne nicht zu einer Regelmäßigkeit werden, weil dadurch der Dienstbetrieb gestört werde. „Der Kunde hat Glück gehabt, wenn ihm wiederholt seine Post vorab ausgehändigt wurde, aber das kann nicht zu einem Dauerrecht führen.“ Auf eines weist Nawrath allerdings nachdrücklich hin: „Wenn der Post-Mitarbeiter auf Anfrage die Herausgabe einer Sendung verweigert, ist das in Ordnung. Das muss allerdings in freundlichem und höflichem Ton geschehen.“

 

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