Riesenschritt für die ASV-Kegler
In einem spannungsgeladenen und hochdramatischen Abstiegskrimi behielten die ASV-Kegler im Finish die Nerven und hatten auch das Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Sie siegten mit einer Energieleistung beim ebenfalls abstiegsbedrohten Mitkonkurrenten KSV Engelsdorf denkbar knapp mit 14 Kegel Differenz.
Während sich die ASV-Spieler jubelnd nach der Partie in den Armen lagen, war es für die sächsischen Gastgeber wohl das Aus in der Liga. Sie besitzen nur noch theoretischen Chancen. Der ASV hat drei Punkte Vorsprung bei zwei ausstehenden Spieltagen. Die ASV-Truppe zeigte bei den Leipziger Vorstädtern eine tolle Moral und kämpferische Einstellung und schaffte mit dem ersten doppelten Punktgewinn in der Ferne in dieser Saison eine Punktlandung.
Genau zum richtigen Zeitpunkt gelang der ersehnte und erhoffte Auswärtssieg. Der herausragende ASV-Akteur war Sportwart Günter Bittner, der mit tollen 948 Holz auf der schwer zu bespielenden und hart fallenden Bahnanlage eine famose Leistung brachte und zum Matchwinner avancierte. Das Endspiel steigt am Samstag auf der ASV-Anlage. Die Neumarkter empfangen um 13 Uhr im ASV-Sportzentrum zum Oberpfalzderby den SC Regensburg. Es wird ein Schmankerl für alle ASV-Fans und Kegelinteressierte, denn auch die Domstädter brauchen einen doppelten Punktgewinn zum Erhalt der zweithöchsten Deutschen Spielklasse. ASV-Abteilungsleiter Cornelius Altenberger überglücklich nach der Partie: „Ein Befreiungsschlag. Jetzt packen wir’s“. Trotz des Einsatzes des stärksten Leipziger Spielers zu Beginn, schaffte es der ASV, nach der Startpaarung in Führung zu gehen (11 Holz). Den Löwenanteil hatte Günter Bittner. Der ASV-Sportwart zeigte ein Riesenspiel, hing wie eine Klette am Engelsdorfer Ausnahmekönner und zugleich stärksten Spieler der Liga. Günter Bittner schaffte es, ihn fast zu neutralisieren (948:970). Die wenigen Holzverluste glich Partner Jürgen Weinberger aus und brachte den ASV in Front (889:856).
Das Spiel kippte im Mittelabschnitt, doch der Rückstand hielt sich in Grenzen. Christian Robold (861:894) und Jens Waldhauer (846:850) hielten die Neumarkter im Spiel und auf Schlagdistanz. Sie erfüllten ihre Vorgaben. Nun hing alles an der Schlusspaarung. 26 Kegel Rückstand galt es aufzuholen. Nervenstark, abgeklärt und mit viel Erfahrung, schafften Markus Halbritter und Zdenek Kovac das „Wunder von Engelsdorf“. Ein offener Schlagabtausch mit Spannung und Dramatik riss die zahlreichen Zuschauer von den Sitzen.
Den längeren Atem hatten die ASV-Cracks. Hauchdünn und vielumjubelt gingen sie als Sieger durchs Ziel. Halbritter (893:876) und Kovac (928:905) zeigten ein Spiel der Extraklasse, rangen ihre Gegner nieder und sicherten dem ASV die beiden so wichtigen Auswärtszähler. „Nichts für schwache Nerven“, ASV-Abteilungschef Cornelius Altenberger sichtlich mitgenommen nach der Partie.



