Vom Populärwissenschaftler bis zum Nobelpreisträger
Auf dem 100.MNU-Bundeskongress 2009 in Regensburg werden die neuesten Entwicklungen vorgestellt.
Von Felix Jung, MZ
Wenn man einen Nobelpreisträger mit ins Boot holen will, muss man früh aufstehen. Das muss sich Richard Sparrer gedacht haben, als dieser vor kurzem um 6.30 Uhr zum Telefonhörer griff und die Nummer des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching wählte.
Unbedingt wollte der Direktor am Werner-Siemens-Gymnasium, in seiner Funktion als Landesvorsitzender des Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU), das deutsche Aushängeschild im Bereich der Physik für den Jubiläums-Bundeskongress (5.bis 9. April 2009) gewinnen. Der ansonsten schwer erreichbare 67-jährige Nobelpreisträger meldete sich tatsächlich persönlich am Apparat – und sagte schließlich zu, für den Festvortrag („Der Pulsschlag des Lichts“) zu sorgen. Im Vorfeld hatte Sparrer freilich – wie es für einen Mathematik- und Physik-Lehrer nicht unüblich ist – akribisch nach Lösungen gebohrt. Einem logischen Denkmuster gehorchend zapfte er „das Vorzimmer“ der Wissenschaftskoryphäe zum richtigen Zeitpunkt an – nämlich nach einer wohlverdienten Kaffeepause. Da wundert es nicht, dass auch der populäre Astrophysiker, Professor Dr. Harald Lesch von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, in einem von drei Symposien über „Das Rätsel des Anfangs – wie ist die Welt entstanden?“ sprechen wird.
„Wir bieten in der ersten Osterwoche nicht nur etwas für absolute Insider an, sondern wollen auch Menschen ansprechen, die sich über die neuesten Entwicklungen in der Mathematik und den Naturwissenschaften interessieren“, erklärt Sparrer ein Jahr vor dem großen Treffen zwischen Wissenschaftlern und wissbegierigen Lehrern aus dem gesamten Schulspektrum auf dem Campus der Universität Regensburg. Mit einem neuen Rekord von bis zu 2000 Teilnehmern rechnet das MNU-Organisationsteam in Regensburg. Übrigens sind die Biologen drauf und dran, beim Kongress ebenfalls einen Nobelpreisträger zu präsentieren.





