SSV Jahn Regensburg hat wieder Strom
Das Jahnstadion bekommt wieder Strom. Der SSV Regensburg hat sich mit dem Energieversorger Rewag auf die Zahlung einer Sicherheitsleistung geeinigt.
Die wichtigste Nachricht für alle Anhänger des SSV Jahn kam gestern Mittag direkt aus der Geschäftsstelle. „Das Heimspiel am Samstag um 14 Uhr gegen Wacker Burghausen wird hundertprozentig stattfinden“, teilte Yvonne Spangler, die Finanzchefin des Regensburger Fußballdrittligisten, telefonisch mit. So kurzfristig, wie der Verein am Mittwoch die Medien eingeladen hatte, um darzulegen, dass ihm die städtische Tochterfirma Rewag wegen einer nicht erbrachten Sicherheitsleistung den Strom abgestellt hat, so kurzfristig bekamen Jahn-Vizepräsident Manfred Kraml und -Sportchef Horst Eberl gestern einen Termin bei dem Regensburger Energieversorger.
Bei dem anderthalbstündigen Gespräch, an dem auch Oberbürgermeister Hans Schaidinger beteiligt war, einigte man sich darauf, dass der Verein zwei Rewag-Rechnungen in Höhe von insgesamt 5500 Euro in den nächsten Tag begleicht, obwohl ihre Fälligkeitsfrist erst anfangs bzw. Mitte April ausläuft. Im Gegenzug schaltete der Energieversorger gestern wieder den Strom im Jahn-Stadion an. Was die geforderte Sicherheitsleistung in Höhe von 10 000 Euro betrifft, so sei dieses Thema vorerst ausgeklammert, berichtete Kraml. „Wir sind froh darüber, dass der Sport wieder in den Vordergrund rückt“, sagte Rewag-Chef Norbert Breidenbach. Er betonte, dass man weder dem Jahn noch dem Sport eins haben auswischen wollen. Das Verhalten der Jahn-Führung in den vergangenen Jahren und die immer wieder ausstehenden Zahlungen hätten die Maßnahme zum Schutz der gesamten Rewag-Kundschaft notwendig gemacht, so Breidenbach.
„Desaströse Finanzpolitik“
Bereits am gestrigen Vormittag floss der Strom im Kaulbachweg wieder und am Mittwochabend schon auf dem Trainingsgelände am Weinweg. Der Grund: Beide Sportanlagen teilt sich der Jahn mit anderen Vereinen wie der SG Post/Süd und dem Freier TuS, die nichts für das Dilemma konnten. Das habe die Rewag auch so gesehen und deshalb dort zuerst die Stromsperrung aufgehoben, sagte TuS-Vorstand Reinhold Faderl.



