Nachrichten aus dem Landkreis Regensburg 03.08.2008, 15:00 Uhr

„Hey, du Vogel“: Schüler drehten Film über Mobbing

Die engagierte Truppe der SMV und die Schauspieler bei Dreharbeiten im Gymnasium. Foto: Hollender

Die engagierte Truppe der SMV und die Schauspieler bei Dreharbeiten im Gymnasium. Foto: Hollender

„Hey, Meise, du Vogel“, so lautete der Titel des Films, den die Schülermitverantwortung (SMV) des Gymnasiums Neutraubling drehte. Bei den Projekttagen in der vergangenen Woche hatte 40-minütigen Streifen in der Mensa Premiere.

Rund 150 Freiwillige wirkten bei dem Film über „Mobbing an der Schule“ mit, wobei auch etliche Lehrer ihre Leidenschaft des Schauspielerns entdeckten. Regie führte der Schülersprecher und Oberhaupt der SMV, Karl Michael Brückl. Schon zu Beginn des Schuljahres hatten die Schülersprecher des Gymnasiums den Entschluss gefasst, das hoch brisante Thema „Mobbing und Diskriminierung“ an der Schule zu behandeln. „ Es ist wohl ein alltägliches Thema und wir dürfen die Augen davor nicht verschließen. Aus diesem Grund haben die SMV, Schüler und Lehrer diesen Film gedreht“, so Brückl, der neben Maximilian Pröpster ebenso das Drehbuch dazu verfasst hat. Knapp drei Wochen drehte die „Truppe“ im und ums Gymnasium und verbrachte so auch große Teile ihrer Freizeit damit, ihren Film „perfekt“ zu machen.

Auch etliche Lehrer wirken bei der spannenden Geschichte eines Schülers mit, der neu in eine Klasse kommt und von drei Mitschülern geschlagen und „gemobbt wird. Die Rolle des Schüler übernahm Martin Vilsmeier, während Studiendirektor Kurt Goldmann den Lehrer der Klasse und Ingrid Pesth die Mutter des Schülers spielen.

Mehr als 300 interessierte Gäste, klein wie groß, jung wie alt, erlebten 40 Minuten Spannung und die etwas verschärfte Realität an manchen Schulen. „Natürlich gibt es an jeder Schule Streit und Ärger. Schüler werden gemobbt, so auch sicher bei uns am Gymnasium“, sagt Goldmann als Vertreter der Schulleitung. Zusammen mit Direktor Alfred Krinner ist Goldmann aber überzeugt, dass Mobbing am Kreisgymnasium nicht so radikal abläuft wie in dem Film. „Uns allen soll der Film zeigen, wie man Betroffenen helfen kann und dass man nicht wegschauen sollte“, sagt Goldmann. Auch Karl Michael Brückl erläutert, dass die SMV jederzeit offen gegenüber Fragen sei und Betroffenen helfen könne – unter andrem mit einem Postkasten in der Schule, der eigens dafür eingerichtet wurde.

 

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