Tangrintler Herzen schlagen für Arizona
In ihrem Haus in Hohenschambach haben Helga und Norbert Haupt viele Mitbringsel aus den USA gesammelt.
Alles hat vor 25 Jahren mit einem Besuch beim Sohn, der mit seiner Familie in den USA lebt, begonnen. Mittlerweile sind Helga und Norbert Haupt 28 Mal am Airport Los Angeles gelandet, haben 540 000 Kilometer in der Luft hinter sich gebracht und saßen insgesamt 28 Tage in einem Flugzeug. Amerika ist für die beiden mittlerweile zur zweiten Heimat geworden. Von 1998 bis 2000 lebten sie in Sun City in Arizona. So mag es auch kein Wunder sein, wenn das schmucke Haus in Hohenschambach eine Sammlung birgt, die so manchem amerikanischen Heimatmuseum zur Ehre gereichen würde. Das geht schon in der Diele los, wo der sportliche 73-jährige auf die zahlreichen großformatigen Fotos zeigt, die in den verschiedenen Naturparks der USA entstanden sind. Sie hängen zwischen Fahnen mit Indianerhäuptlingen. „Das ist Chief Joseph, der ist 1879 mit seinem Pferd nach Washington geritten, um Präsident Rutherford Hayes über die Lage der Indianer zu informieren“, erzählt Haupt. In seinem Arbeitszimmer ist ein ganzes Regal voller Bücher über die Geschichte Amerikas, moderne Reiseliteratur über die USA und viele Werke über die indianischen Ureinwohner. Ihre Historie und die vielen Legenden haben es Haupt besonders angetan. Sein weißes T-Shirt ist mit bunten Kachina-Puppen bestickt. Verschiedene dieser kleinen Figuren mit den Angsteinflößenden Masken stehen auch im Gang und im Wohnzimmer neben vielen anderen Zeugnissen, die das indianische Kunsthandwerk dokumentieren. Auch die Fotos lassen vieles von dem erahnen, was die Haupts auf ihren USA-Reisen gesehen und erlebt haben. Da nimmt einen Haupt mit auf eine Fahrt über den Highway Nr. 1 von Los Angeles nach San Franzisko oder über die Route 66, die über 4000 Kilometer durch acht Staaten führt. Da sind Fotos von den Pow-Wows, den Treffen der Indianer. „Bei einem hatten wir Gelegenheit, mit einem Nachkommen des berühmten Apachen-Häuptlings Geronimo zu reden“, berichtet der ehemalige Verkaufsleiter des REWE-Konzerns, der so viel über die Eroberung und Besiedlung des Südwestens der USA zu erzählen weiß.



