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Wissenschaft

Spinnenseide für die Menschen

Hast du schon mal eine Strumpfhose aus Nylon in der Hand gehabt und daran gezogen? Der dehnbare Stoff hält was aus. Doch es gibt noch einen viel belastbareren Stoff: die Seide, die Spinnen herstellen.

Der Experte forscht an der Nutzung von Spinnenseide in der Medizin. Foto: Adriane Lochner

Spinnenseide ist reißfest, kann Hitze vertragen und ist auch sehr sauber. Deshalb wollen Forscher sie schon lange nutzen zum Beispiel in der Medizin. Das Problem war allerdings: Es ist teuer und aufwendig viele Spinnen zu züchten und für die Seide zu melken.

Forscher haben es aber geschafft, größere Mengen Spinnenseide künstlich herzustellen. Genaugenommen geht es um die kleinsten Bausteine der Spinnenseide. Sie heißen Proteine. Diese Seiden-Proteine sorgen für die Festigkeit der Faser.

Die Forscher hoffen nun, mit künstlicher Spinnenseide in der Zukunft kranken Menschen helfen zu können. Ein Gewebe aus Seiden-Proteinen könnte beschädigtes Gewebe zum Beispiel im Herzen wiederherstellen. Dafür muss es aber erst noch viele Tests mit der Spinnenseide geben.

Auch ein Turnschuh-Hersteller probiert die Faser gerade aus. Sie ist nämlich auch sehr leicht und lässt sich in Umwelt komplett abbauen.

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