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Flüchtlinge

Wie geht es Kindern auf der Flucht?

Auch Kinder müssen sich manchmal in Sicherheit bringen: vor Krieg oder Hunger zum Beispiel. Die Flucht in ein anderes Land ist schwierig. Doch auch danach brauchen die Kinder Hilfe.
Interview: Oliver Beckhoff, dpa

Dieses Mädchen ist auf der Flucht vor Krieg in einem Flüchtlingslager angekommen. Foto: Benoit Almeras Martino/Handicap International/dpa

Bricht in einem Land Krieg aus, versuchen viele Menschen sich in Sicherheit zu bringen. Erwachsene und Kinder suchen dann nach einem Ort, an dem sie leben können. Sie flüchten zum Beispiel nach Europa. Meike Riebau arbeitet für die Organisation „Save the Children“ (gesprochen: säif sä tschildrän). Auf Deutsch bedeutet das: Rettet die Kinder. Die Organisation kümmert sich um geflüchtete Kinder. Uns hat Meike Riebau erklärt, wie es Kindern auf der Flucht geht und was ihnen danach hilft.

Was sind die größten Probleme für Kinder auf der Flucht?

Meike Riebau: „Das schwierigste ist, einen Weg nach Europa zu finden. Das ist so schwer, weil viele Grenzen geschlossen sind.“

Wenn Kinder wieder in Sicherheit sind, ist dann alles gut?

Meike Riebau: „Das wäre schön. Aber dann stellen sich die nächsten Fragen: Wie komme ich hier in die Schule? Wie komme ich zum Arzt? Und wo wohne ich mit meiner Familie? Viele Familien kommen erstmal in eine Flüchtlingsunterkunft. Oft haben die Kinder da nicht einmal einen eigenen Schrank, zum Beispiel für Spielsachen und Anziehsachen. Oder einen Ort, an dem sie in Ruhe mit Mama und Papa sprechen können.“

Welche Hilfen brauchen Kinder?

Meike Riebau: „Sie brauchen jemanden, der ihnen die Sprache beibringt und zeigt, wie alles in der neuen Umgebung funktioniert. Und sie brauchen Zeit, um darüber nachzudenken, was sie erlebt haben.“

Gibt es Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen auf der Flucht – haben sie unterschiedliche Probleme und Bedürfnisse?

Meike Riebau: „Vieles ist natürlich gleich. Bei Mädchen, die schlimme Erfahrungen gemacht haben, hilft es oft, wenn sie Karate lernen oder einen anderen Kampfsport. Das gibt viel Selbstbewusstsein.“

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