mz_logo

Zeitung in der Schule
Montag, 20. November 2017 7

Engagement

Mit dem Donaustrudl aus dem Strudl

Die Regensburger Straßenzeitung ermöglicht Hilfe zur Selbsthilfe: Einen Teil des Verkaufserlöses dürfen die Verkäufer behalten.
Von der Klasse 8b der Mädchenrealschule St. Josef in Schwandorf

Schülerinnen stöbern neugierig in den Büchern: Der Verkauf antiquarischer Bücher ist eine Einnahmequelle für den Donaustrudl. Das zweite Standbein ist der Verkauf der bekannten Straßenzeitung. Foto: Klasse 8b

Regensburg.Bücher, wohin das Auge reicht. Bücher in Regalen, in Kartons, in Boxen, auf Tischen, aber auch gestapelt auf dem Fußboden. So sieht es aus beim Donaustrudl, der Regensburger Straßenzeitung. Aber was haben all diese Bücher mit dieser Straßenzeitung zu tun? Neugierig fragten die Schülerinnen der Klasse 8b der Mädchenrealschule St. Josef in Schwandorf bei Marie Melzl, die dort im Rahmen ihres Studiums der Musik- und bewegungsorientierten Sozialen Arbeit als Praktikantin tätig ist, nach.

Aufklärung über soziale Missstände

„Um die Organisation des Donaustrudls verstehen zu können“, so Melzl, „müsst ihr wissen, dass er Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht.“ Interessiert lauschten die Mädchen den informativen Erklärungen. Der Donaustrudl hat zwei Standbeine, wodurch er sich finanziert. Das erste ist die bekannte Straßenzeitung mit einer Auflage von 5000 Stück, die durch Verkäufer in der Innenstadt an den Mann bzw. die Frau gebracht werden. Jede verkaufte Zeitung füllt ein wenig den Geldbeutel des Verkäufers, denn fast die Hälfte der zwei Euro darf dieser behalten.

Die Motivation der rund 40 Verkäufer wird zudem gesteigert, da sie den Inhalt der Zeitung selbst mitgestalten können, wenn sie in die Redaktionssitzung kommen. So ist die Zeitung nicht nur reines Verkaufsprodukt, sondern bietet auch die Möglichkeit zur Kreativität. Mitarbeiten an der Entstehung der Zeitung kann übrigens jeder, der interessiert und motiviert ist, der Spaß am Schreiben von Zeitungsartikeln hat, zuverlässig ist und sich ehrenamtlich engagieren möchte. „Wir wollen Sprachrohr sein und die Regensburger mit unseren Artikeln über soziale Missstände aufklären“, so Marie Melzl. Neben ihr sind die Sozialpädagogen Stefan Witzmann und Melanie Pauli wichtig Stützen.

Bücherbasar in der Fußgängerzone

Zusammen mit den Strudl-Mitarbeitern, die zum Teil schon seit vielen Jahren ehrenamtlich tätig sind, erhalten sie auch das zweite Standbein, den Bücherverkauf aufrecht. Hierbei werden Bücher aus zweiter Hand entweder online über das Bücherantiquariat versendet, oder direkt in der Innenstadt verkauft. Beim Bummel durch die Stadt ist bestimmt dem einen oder anderen schon mal der Bücherbasar in der Fußgängerzone aufgefallen, oder vielleicht wurden Sie ja bereits einmal fündig bei all den Bücherschätzen, die in der „Bücherkiste“ am Alten Kornmarkt angeboten werden.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht