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Dienstag, 21. November 2017 7

Finanzen

„Bluetone“ bittet um Schuldenschnitt

Die Veranstalter würden 16 Prozent der Verbindlichkeiten zahlen. Der Straubinger OB glaubt nicht an eine Rettung.
Von Melanie Bäumel-Schachtner, MZ

Blick in das Festival-Zelt von „Bluetone“ 2013 auf dem Straubinger Hagen: Die Veranstaltungsreihe ist in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten. Foto: MZ-Archiv/Manfred Bernhard

Straubing.Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing, glaubt nicht mehr daran, dass 2018 wieder das Festival „Bluetone“ stattfinden wird. Das sagte der OB in der Sitzung des Ferienausschusses.

In Straubing wird um den Fortbestand des Musikfestivals gerungen. Markus Pannermayr (CSU) äußerte sich nun auf eine Anfrage von Stadtrat Erhard Grundl (Grüne) zu dem Fall. Die Stadt Straubing habe, wie alle anderen Gläubiger, einen Brief der „Bluetone“-Macher erhalten, der die drohende Gefahr einer Insolvenz benennt. Allerdings sei ihm nicht bekannt, dass die Insolvenz bereits beantragt sei, so der OB.

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Die Festival-Veranstaltern Heinz (links) und Ralph Huber 2009, mit dem Gitarristen Carlos Santana (Mitte), damals noch bei „Jazz an der Donau“. Später wurde das Festival umbenannt in „Bluetone“. Foto: MZ-Archiv/Robert Piffer

In dem Schreiben habe der Veranstalter der Stadt Straubing, so wie den übrigen Gläubigern, angeboten, 16 Prozent der ausstehenden Beträge zu begleichen. Im Fall der Stadt Straubing handele es sich um eine Summe im mittleren vierstelligen Bereich, die ausstehe, erklärte Pannermayr. Der Schuldenschnitt funktioniere dann, wenn alle Geschäftspartner, die noch Geld vom Veranstalter bekommen, mit einer Zahlung von 16 Prozent der Summe einverstanden sind.

Erhard Grundl wollte auch wissen, ob die Stadt in die Bresche springen und selbst ein Festival veranstalten könne. Dazu konnte Pannermayr noch keine Angaben machen; allerdings gebe es Überlegungen bei einem Straubinger Unternehmen. Diese seien aber noch nicht weit genug gediehen, um dazu Näheres zu sagen.

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