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Kultur
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Musik

„Both Sides Now“: Naturally 7 zwischen Klassik und Pop

Zwei Baritone, vier Tenöre und ein Bass verblüffen ihr Publikum immer wieder aufs Neue. Jetzt stellt die New Yorker A-cappella-Gruppe ihr neues Album vor und kündigt eine Tour durch Deutschland Anfang 2018 an.
Von Bettina Greve, dpa

Die New Yorker A-cappella-Gruppe Naturally 7 zeigt sich mit ihrem neuen Album von zwei Seiten. Foto: Moritz Küster/Monsterpics

Berlin.1967 schrieb die kanadische Singer-Songwriterin Joni Mitchell den Song „Both Sides Now“, einen ihrer bis heute bekanntesten. Ein halbes Jahrhundert später hat nun die New Yorker Vokalgruppe Naturally 7 den Welthit frisch interpretiert und zum Namen ihres neuen Studioalbums gemacht.

Der Titelsong steht zwar nicht an erster Stelle der CD, fasst jedoch gut die Atmosphäre der Gesamtproduktion zusammen: Es dominieren die sanften, leisen Töne - und die bringen die sieben Sänger allein mit ihren Körpern, vornehmlich ihren Stimmen, hervor. Das ist kaum zu glauben, und so kommt es also nicht von ungefähr, dass man das A-cappella-Septett oft auch „die Band ohne Band“ nennt. Nur das Cello bei ihrer Eigenkomposition „Caught In The Moment“ mit Kevin „K O“ Olusola ist echt.

Neben ihren Interpretationen von Pop-Perlen wie Stings „Shape Of My Heart“, Aretha Franklins „The First Time I Saw Your Face“ oder Paul Simons „Bridge Over Troubled Water“ haben sich die sieben Stimmakrobaten nun auch E-Musik in ihr aktuelles Repertoire aufgenommen. Das Stück „I Need Air“ beispielsweise basiert auf einem Satz von Johann Sebastian Bach, den Text steuerte der erste Bariton der Formation bei, Roger Thomas. Auch Antonin Dvoraks Largo (als „Going Home“) aus der Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ haben sie in Kurzform für „Both Sides Now“ aufgenommen - und zeigen sich so eben auch von ihrer klassischen Seite.

Zusammen mit der deutschen Popdiva Sarah Connor hatten die US-Sänger 2003 den Song „Music Is The Key“ als Single eingesungen - und landeten damit hierzulande ganz oben auf dem Chart-Treppchen. Ob ihnen das mit ihrer neuen Version von Adeles „Hello“ wieder gelingen wird, bleibt abzuwarten. „Hello“ ist ein Gemeinschaftswerk mit der gefeierten Helene Fischer. Wem das bekannt vorkommt, hat wahrscheinlich den Auftritt zu acht Weihnachten vergangenen Jahres in der „Helene Fischer Show“ verfolgt.

Für das Frühjahr kommenden Jahres haben sich Naturally 7 mit zwei Dutzend Konzerten in Deutschland angesagt. Tourstart ist am 2. März in Flensburg.

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