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Kultur
Donnerstag, 21. September 2017 19° 2

Musik

Das Mark des Lebens in Töne gepackt

Das Deutsch-Pop-Duo Sofie’s Loft hat sein Debütalbum eingespielt. Die CD-Release-Party findet am Freitag im Degginger statt.
Von Angelika Lukesch, MZ

Claudia Pörsch (l.) und Felicitas Klein sind zusammen „Sofie’s Loft“. Foto: Uli Zrenner-Wolkenstein

Regensburg.Der Freitag ist ein großer Tag im Leben von Felicitas Klein und Claudia Pörsch, besser bekannt als „Sofie’s Loft“. An diesem Tag feiern die beiden den Release ihrer ersten CD mit dem viel versprechenden Titel „Goldstück“. Die Regensburger Leadsängerin Felicitas Klein und die Münchner Gitarristin Claudia Pörsch präsentieren ihre CD mit zwölf Eigenkompositionen, die, wie die beiden Musikerinnen betonen, „eine ganz persönliche Hymne auf die Liebe, die Freiheit und das Glück darstellen, inspiriert von der immer wiederkehrenden Frage, was im Leben wirklich zählt und bleibt“.

Für die beiden Musikerinnen ist ihr „Goldstück“ ein großer Schritt auf der Karriereleiter und ein Meilenstein in der musikalischen Laufbahn. Felicitas Klein (44) und Claudia Pörsch (47) bezeichnen ihren Musikstil als Deutsch-Pop: „Unterhaltsam, charmant, an manchen Stellen auch etwas nachdenklich. Eine Veranstalterin meinte mal, wir würden poetischen Pop machen“, erklärt Claudia Pörsch im Gespräch mit unserem Medienhaus. Felicitas Klein fügt an: „Charakteristisch für Sofie’s Loft ist schon auch Claudis delaylastiger Gitarrensound – sphärisch und melodiös“. Alles zusammen sei eingebettet in „voluminöse Beats und Synthis. Es sind Melodien, die ins Ohr gehen“, beschreibt das Duo seine Musik.

Seit neun Jahren zusammen

Die beiden Musikerinnen haben sich vor neun Jahren zusammengetan. „Die erste Session war im Sommer 2008“, erzählt Felicitas Klein. Pörsch sei damals schon so etwas wie ein „Rockstar“ gewesen, sie war Anfang der 90er-Jahre mit ihrer damaligen Band Jealousy beim Plattenlabel Polydor unter Vertrag. „Als Grunge-Band tourten wir durch Deutschland und die USA und nahmen ein Album in den one-and-one“ Studios in Los Angeles auf. Dann hat sich Kurt Cobain erschossen und der Grunge war out. Nun kamen die Boy Bands…“, erzählt Pörsch aus ihrer Vergangenheit. Felicitas Klein bezeichnet sich selber als Autodidaktin: „Ich war zur selben Zeit mit regionalen Cover-Bands unterwegs. Einige Zeit später saß ich dann mit Claudi am Stammtisch und wollte schon immer mal eine Session mit ihr machen.“ Es dauerte dann aber noch etliche Jahre, bis es endlich soweit war, und schon beim ersten gemeinsamen Spielen war beiden klar: „Das passt sehr gut mit uns!“

Mittlerweile können die beiden Musikerinnen, die seit 2012 als „Sofie’s Loft“ auf Bühnen stehen, schon viele Erfolge verbuchen. Highlights seien die Sommerfestivals in München, Köln, Ammersee und Mannheim gewesen, aber auch die Blaue Nacht in Regensburg, das Bürgerfest und die Kneipenfestivals. Ein Riesenerfolg ist für Sofie’s Loft natürlich die CD-Veröffentlichung und ein Label gefunden zu haben, das die „Platte“ veröffentlicht. Für Felicitas Klein ist ihr „größter persönlicher Erfolg, jemanden gefunden zu haben, der musikalisch die gleiche Sprache spricht wie ich“. Die beiden Vollblutmusikerinnen bleiben aber bescheiden: „Jeder Auftritt ist für uns ein kleiner Erfolg. Mit eigenen Songs und einem komplett selbst geschriebenen Programm bei einem fremden Publikum landen zu können, ist schon ein gutes Gefühl.“

Beeinflusst wird „Sofie’s Loft“ von Bands und Trends der 80er- und 90er- Jahre, also Rock, Elektro, Disco Beat, Neue Deutsche Welle. Felicitas Klein macht Scherze: „Claudi wirft mir immer vor, ich wäre eine Schlagertussi“ und Pörsch kontert lässig: „Ganz toll – Grunge trifft Schlager.“ Doch Spaß beiseite: Mit Sofie’s Loft wollten die beiden Musikerinnen einen eigenen Sound kreieren und etwas Eigenständiges schaffen. „So hat sich nach und nach ein eigener Stil entwickelt“, sagt Felicitas Klein. Und diesem Stil wollen die beiden auch treu bleiben. So lehnten sie das Angebot eines namhaften Schlagerproduzenten ab. Der Deal hätte nämlich beinhaltet, fremde Songs zu singen und keine eigenen. Das wollten Claudia Pörsch und Felicitas Klein auf keinen Fall. Viel mehr sagte ihrem Selbstverständnis ein anderes Erlebnis zu: Zufällig landeten sie einmal auf einem Deep-Black-Heavy-Metal-Festival und sollten für die Frau des Veranstalters „was familienfreundliches“ singen: „Da standen wir familienfreundlichen Damen unter all den Rockern. Die ersten 15 Minuten des Konzerts waren für uns alle eine Herausforderung, aber dann war das Eis gebrochen!“, erzählt Claudia Pörsch.

Songs mit Geschichte(n)

Hinter jedem der zwölf Songs auf der neuen CD „Goldstück“ steckt eine Geschichte. Es geht um innere Zufluchtsorte, Eifersucht, Lebensenergie und die ganz große Liebe. „In jedem Titel ist irgendwo eine Botschaft versteckt, ein Satz, der den Song trägt und prägt und der zu irgendeiner Zeit in unserem Leben mal eine Bedeutung hatte“, beschreibt die Leadsängerin die Titel. Die Gitarristin sagt es so: „Alle unsere Songs drehen sich um Begegnungen, Menschen, Träume, Hoffnungen. Wir versuchen, das Mark des Lebens aufzusaugen.“

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