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Kultur
Montag, 23. Oktober 2017 4

Feste

Das Oktoberfest startet in München

Zwei Wochen Ausnahmezustand: „O'zapft is“, das erste Fass. An die sechs Millionen Gäste werden zur Wiesn erwartet.

Das diesjährige Oktoberfest startet. Um 12:00 Uhr wird das erste Fass Bier angezapft. Foto: Sven Hoppe

München.In München heißt es heute wieder „O'zapft is“: Oberbürgermeister Dieter Reiter zapfte um Punkt 12 Uhr das erste Fass Bier mit zwei Schlägen an. Damit ist das Oktoberfest eröffnen.

Ausgerechnet für den Anstich wird mit Regen und kühlen Temperaturen gerechnet. Regenschirme dürfen die Besucher allerdings mitnehmen, auch wenn Rucksäcke und große Taschen aus Sicherheitsgründen erneut verboten sind.

Das Sicherheitskonzept wurde ausgeweitet

Seit 4 Uhr morgens warten die ersten Wiesn-Besucher vor dem Haupteingang zum Oktoberfestgelände. Foto: Peter Kneffel

Angesichts der latenten Terrorgefahr haben die Behörden ihr Sicherheitskonzept für das größte Volksfest der Welt nochmals ausgeweitet. Wie schon im Vorjahr ist das Gelände umzäunt, an den Eingängen gibt es Kontrollen.

Polizeibeamte mit am Körper befestigten Kameras, sogenannten Bodycams, zusätzliche Videokameras und mehr Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen. Über eine Lautsprecheranlage sollen zudem Besucherströme bei einem möglichen Alarm besser geleitet werden.

Sie sind ein Oktoberfest-Neuling? – Kein Problem! Wir zeigen Ihnen das Wiesn-ABC in unserer Bildergalerie:

Das Wiesn- ABC

Neu auf der Wiesn sind auch eine ganze Reihe von Fahrgeschäften, darunter eine Achterbahn mit einer ausschwingenden Gondel und ein 80 Meter hohes Kettenkarussell namens „Jules Verne Tower“. Im Südteil des Festgeländes auf der „Oiden Wiesn“ mit historischen Fahrgeschäften und Blasmusik rollt erstmals eine mehr als hundert Jahre alte Kindereisenbahn. Das Festzelt „Zur Schönheitskönigin“ will die Wirtshauskultur der Volkssänger neu beleben.

Bierpreisbremse war gescheitert

Die Maß Bier kostet dieses Jahr bis zu 10,95 Euro, 25 Cent mehr als im Vorjahr. Wiesnchef Josef Schmid (CSU) war mit seinem Vorschlag einer Bierpreisbremse gescheitert. Er wollte den Bierpreis für drei Jahre auf dem Vorjahresniveau einfrieren.

Das 184. Oktoberfest dauert in diesem Jahr 18 Tage – weil es bis zum 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, verlängert wird. Es ist damit die längstmögliche Wiesn. An die sechs Millionen Besucher werden erwartet.

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