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Kultur
Montag, 25. Juli 2016 30° 4

Archäologie

Die antiken Stätten von Pompeji

Rund 2500 Menschen kamen beim Ausbruch des Vesuv in Pompei um. Die Ausgrabungen laufen, doch ein „zweiter Untergang“ droht.

Die Katastrophe konservierte den Moment des Untergangs für Jahrhunderte. Foto: dpa

München.Im Römischen Reich war Pompeji eine wohlhabende Handelsstadt am Golf von Neapel mit mehr als 10 000 Einwohnern. Am 24. August 79 nach Christus fand das blühende Leben am Fuße des Vesuvs ein jähes Ende. Bei einem Ausbruch des Vulkans, der nach Berichten von Zeitzeugen 18 Stunden dauerte, wurden Pompeji sowie die Nachbarorte Herkulaneum und Oplontis unter einer bis zu 25 Meter dicken Schicht aus Asche und Bimsstein begraben. Rund 2500 Menschen kamen ums Leben.

Die Katastrophe konservierte den Moment des Untergangs für Jahrhunderte. Erst im Jahr 1748 wurde das antike Pompeji wiederentdeckt. Seitdem wird die Stadt planmäßig ausgegraben. Zehntausende Ausstellungsstücke zeigen inzwischen eindrucksvoll das damalige Alltagsleben. Räume mit kostbaren Wandmalereien und Statuen erzählen von Luxus und Wohlstand. Gipsabdrücke halten den plötzlich Tod von Menschen vor beinahe 2000 Jahren fest. „Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte“, notierte Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) nach seinem Besuch in Pompeji.

Lesen Sie auch: Das Ringen um den Erhalt Pompejis.

Seit 1997 gehören die archäologischen Stätten von Pompeji und Herkulaneum zur Unesco-Liste des Weltkulturerbes. Jährlich wird das 66 Hektar große archäologische Gelände von Millionen Touristen besucht. Inzwischen droht Pompeji aber ein „zweiter Untergang“. Mehrere Gebäudeteile der vom Verfall bedrohten Ausgrabungsstätte stürzten ein. Insgesamt 105 Millionen Euro will Italiens Regierung in den kommenden vier Jahren in die Rettung Pompejis investieren. (dpa)

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