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Kultur
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Fernsehen

Marcus Mittermeier am Freitag im ZDF

Der Regensburger Schauspieler tritt in der zweiten Staffel „Schuld“ an der Seite von Moritz Bleibtreu auf.

Marcus Mittermeier im Vierteiler „Schuld“ Foto: ZDF/ Julia Terjung

Regensburg.Im Spannungsfeld zwischen gesetzlichem Recht und empfundener Moral bewegt sich der Anwalt Friedrich Kronberg nun schon in einer zweiten ZDF-Staffel mit dem Obertitel „Schuld“. Ab heute, 21.15 Uhr, verkörpert Moritz Bleibtreu den sensiblen Juristen in vier weiteren Folgen nach dem gleichnamigen, auf wahren Ereignissen beruhenden Erzählband des Bestsellerautors Ferdinand von Schirach („Terror“). Die erste Staffel der von Oliver Berbens Firma Moovie für das ZDF produzierten Miniserie war im Februar 2015 gestartet und hatte jeweils zwischen 3,5 bis fünf Millionen Zuschauer.

In der ersten Folge „Kinder“ verkörpert der Regensburger Schauspieler Marcus Mittermeier einen Mann, der wegen Kindesmissbrauchs angeklagt wird. Er beteuert seine Unschuld, doch der Richter glaubt dem Mädchen, das ihn beschuldigt. Aus dem Gefängnis entlassen, erwacht sein Wunsch nach Rache.

In „Anatomie“ (22. September) geht es um einen Fall fahrlässiger Tötung bei einem Autounfall. Alles scheint klar – doch dann deutet alles darauf hin, dass der Getötete ein Sadist unvorstellbaren Ausmaßes war. Den nur sein Tod an einem grausamen Verbrechen gehindert hat. Das „Cello“ (29. September) verhandelt eine Tragödie, bei der zwei Geschwister in einer symbiotischen Beziehung leben – bis die Schwester (Josefine Preuß) den Bruder (Louis Hofmann) aus Mitleid tötet. In „Familie“ (6. Oktober) schließlich geben Vogel und das Ausnahmetalent Eidinger zwei ungleiche Halbbrüder einer Sippe mit krimineller Vergangenheit, die über Generationen zurückreicht. Alle vier „Schuld“-Folgen sind ab 15. September auch in der ZDF-Mediathek im Internet zu sehen.

Hoch ist der Anspruch des Senders an das Projekt des seit einigen Jahren teils gehypten, teils geschmähten Verfassers von Schirach, der selbst Strafverteidiger ist. So fragt sich Günther van Endert, Leiter der ZDF-Redaktion Fernsehfilm II: „Wie ist Schuld zu bewerten, wenn man das Falsche aus den richtigen Gründen tut? Oder kann man, wenn durch eine Tat Schlimmeres verhindert wird, Schuld aufwiegen? Ab wann ist Rache moralisch nachvollziehbar?“ All das seien Fragen, die in der zweiten Staffel von „Schuld“ thematisiert würden. Dabei sind neben dem zurückhaltend agierenden Schauspielstar Moritz Bleibtreu („Lommbock“) Größen wie Jürgen Vogel, Iris Berben und Lars Eidinger mit von der Partie.

Marcus Mittermeier ist seit 2014 regelmäßig als Ermittler in der erfolgreichen ZDF-Krimireihe „München Mord“ zu sehen. Er wurde 1969 in Landshut geboren. Seine Ausbildung absolvierte er an der Schauspielschule Ruth von Zerboni in München. Am Münchner Volkstheater debütierte er 1995 in Edward Bonds Stück „Gerettet“. Bekanntheit erlangte er durch die Serien „Samt und Seide“, „Der Staatsanwalt“ und „Unter anderen Umständen.“ Sein Debüt als Spielfilmregisseur folgte 2004 mit der Kinosatire „Muxmäuschenstill“, wofür er beim Max-Ophüls-Filmfestival vier Preise erhielt.

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