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Donnerstag, 24. August 2017 27° 1

Musik

Schon wieder ein Preis für Heelein

Der Regensburger „Nebenbei-Vollzeit-Komponist“ kommt an diesem Samstag mit „Syrinx“ im Leipziger Gewandhaus zu Ehren.

Steven Heelein Foto: Pfeifer

Regensburg.Wenn Steven Heelein so weiter macht, muss er bald zusätzlichen Platz schaffen, um all seine Auszeichnungen unter zu bringen. Der Regensburger Komponist hat in den vergangenen zwei Jahren sieben bedeutende Preise gewonnen, gerade kommt der achte herein. Beim Deutschen Musikwettbewerb (DMW) errang der 32-Jährige den Preis DMW Komposition für „Syrinx“. Die Auszeichnung ist mit 2500 Euro dotiert. An diesem Samstag erlebt das Werk seine Uraufführung an prominentem Platz: Das BRuCH-Ensemble Köln spielt „Syrinx“ im Leipziger Gewandhaus.

Steven Heelein komponierte sein Stück für Flöte, hohen Sopran, Klavier und Violoncello. Die ungewöhnliche Besetzung war beim Wettbewerb vorgegeben; sie ist auf das BRuCH-Ensemble, einen früheren Preisträger des Wettbewerbs, zugeschnitten. Der Regensburger hatte für „Syrinx“ auch mit den vier jungen Musikerinnen von BRuCH in Köln gearbeitet.

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Der Titel „Syrinx“ bezieht sich auf den Mythos über eine scheue Nymphe, die die Liebe Pans verschmäht und in Schilfrohr verwandelt wird. „Syrinx“ steht auch für den Stimmkopf, das Lautbildungsorgan der Vögel. Heelein ließ sich für sein Werk überdies von Heinrich Lautensack, einem Lyriker aus dem Wedekind-Umfeld, und seinem Gedicht „Syrix“ inspirieren. „Es spricht ein Weib im Traume eines Mannes“, heißt es da.

„Sehr, sehr lyrisch, sehr traumartig. Nachdenklich, mystisch“, beschreibt der Regensburger seine preisgekrönte Musik. Wie viel bedeutet ihm die Auszeichnung, nach einer ganzen Serie von Preisen, zuletzt beim Festival TONALi16 in Hamburg? „Als Komponist ist man allein, unabhängig davon, ob man Preise bekommt“, antwortet Heelein am Freitag unserem Medienhaus. „Aber natürlich es es nach der intensiven Arbeit schön, zu sehen, dass das Werk eine Bestätigung erhält.“

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Stefan Heelein ist Professor für Chorleitung in Bayreuth, an der Regensburger Hochschule für katholische Kirchenmusik ist er Dozent für Chor- und Orchesterleitung, „und außerdem Nebenbei-Vollzeit-Komponist“. Seit Anfang 2017 engagiert er sich in dem neuen Verein „Unternehmen Gegenwart“, der der Pflege zeitgenössischer Musik in Regensburg Schub geben möchte.

Weitere DMW-Preisträger 2017 sind zwei Solisten: der Oboist Juri Schmal und der Hornist Tillmann Höfs. Sie präsentieren sich am Samstag ebenfalls im Gewandhaus, begleitet von der Staatskapelle Halle unter Dominik Beykirch. Der „Preis des Deutschlandfunk“ ging an Elias Jurgschat für „Suchen“, eine Komposition für Flöte, Sopran, Cello und Klavier.

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