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Kultur
Montag, 24. Juli 2017 20° 6

Kunst

Wanderausstellung will mit Koreas Kunst begeistern

Ein Schriftzeichen für «Schicklichkeit» (Ausschnitt) gehört zur Ausstellung «EntdeckungKorea! Schätze aus deutschen Museen».

Köln.Premiere in Deutschland: Erstmals wird koreanische Kunst und Kultur seit dem 10. Jahrhundert aus allen bedeutenden Museen Deutschlands in einer Ausstellung gezeigt.

«In Europa hat es in den vergangenen 30 Jahren nur sechs Ausstellungen zu Koreas Kunst und Kultur gegeben», sagte die Leiterin des Museums für Ostasiatische Kunst, Adele Schlombs. Mehr als 100 Kunstwerke wie Rollbilder, Tuschezeichnungen, Keramik, Bronzegefäße oder Lackkästen werden bis zum 17. Juli in der Domstadt gezeigt. Dann geht die Schau 2012 und 2013 auf Wanderschaft - nach Leipzig, Frankfurt am Main und Stuttgart.

Das Interesse an asiatischer Kunst konzentriere sich vor allem auf China und Japan. Korea habe bisher weniger Aufmerksamkeit erreicht, erklärte das Museum. Die umfangreiche Ausstellung mit Kunstobjekten aus zehn deutschen Museen solle das ändern. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Themen Schamanismus, buddhistische und konfuzianistisch geprägte Kunst. Die Korea Foundation - sie gehört zum koreanischen Außen- und Handelsministerium - betonte, in deutschen Museen schlummerten 6000 Kunstwerke, die fast noch nie gezeigt worden seien. Nach längerer Auswahl seien nun 116 repräsentative Stücke zu sehen.

Darunter sind kostbare Hängerollen mit Gold und Silber auf Seide, Buddha-Gemälde, Tierfiguren oder kalligrafische Zeichen. Die ältesten Objekte stammen aus der Goryeo-Dynastie, die im Jahr 918 begann. Gezeigt werden auch Keramik, übergroße Holzfiguren - Dorfwächter - oder auch Alltagskultur wie Schalen, Flaschen, Weinkannen oder edle Lackkästen mit Perlmutteinsätzen. Hingucker sind schamanistische Schutzgottheiten wie Sonne und Mond, die besonders farbenfroh daherkommen - wie es laut Museum für das 19. und 20. Jahrhundert typisch war.

Zu den Merkmalen der koreanischen Kunst gehöre aber auch Schlichtheit, in der Malerei und bei den Rollbildern zudem ein sehr filigranes Arbeiten. Die Kunstwerke waren seit Ende des 19. Jahrhunderts von deutschen Diplomaten, Sammlern, aber auch Missionaren und Forschern nach Deutschland gebracht worden. Korea war zuvor bis 1876 über Jahrhunderte hinweg vom Ausland abgeschottet.

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