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Freitag, 20. Oktober 2017 19° 3

Literatur

Sven Heuchert: Provinz-Krimi „Dunkels Gesetz“

Der Protagonist in Sven Heucherts neuem Werk ist ein Ex-Soldat, der nicht nur mit sich selber kämpft, sondern auch gegen einen Drogendealer.

Berlin.Wie vielen Ex-Söldnern geht es auch Richard Dunkel psychisch nicht besonders gut. Auch wenn er es nicht zugeben mag, die Orientierung hat er ein Stück weit verloren.

Sein Job als Security-Mann in einer Chemiefabrik gibt ihm zumindest scheinbar die Lizenz, weiter den starken Mann zu markieren. Und das tut er. Wenn es sein muss, mit einiger Brutalität. Er will ja nur Recht und Ordnung sichern. Dass er dabei einem Drogendealer auf die Schliche kommt, selbst in höchste Gefahr gerät und andere Menschen, die ihm nahestehen, mit in den Abgrund zu ziehen droht, ist ein bewährter Mix, aus dem Autor Sven Heuchert einen Krimi fabriziert hat, den er genüsslich mit Slang und Gossensprache würzte. Sein Roman „Dunkels Gesetz“ spielt in Nordrhein-Westfalen, in einem gottverlassenen kleinen Nest nahe der belgischen Grenze, wo Trost- und Perspektivlosigkeit Menschen ohne Aussicht auf einen sozialen Aufstieg auf die schiefe Bahn geraten lassen. Dem ziemlich eintönigen Lokalkolorit setzt Teuchert eine ordentliche Portion schwarzen Humors entgegen.

Sven Heuchert: Dunkels Gesetz, Ullstein Verlag Berlin, 192 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-5500-8178-1

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