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Schlossfestspiele
Mittwoch, 13. Dezember 2017 11

Überblick

Regensburgs Schlossfestspiele von A bis Z

30 000 Menschen erleben in Regensburg ein Festival zwischen Hochkultur und Boulevard. Wir buchstabieren die Festspiele durch.
Von Marianne Sperb und Sabine Seebauer, MZ

Fürstin Gloria bei den Thurn und Taxis Schlossfestspielen 2016. Foto: altrofoto.de/Michael Vogl

A wie Adel:

Die Festspiele profitieren vom fürstlichen Glanz. Die Familie der Thurn und Taxis wurde durch eine Idee groß: Vor gut 500 Jahren entwickelte sie das Postwesen.

B wie Begeisterung:

Seit mittlerweile 14 Jahren begeistern die Thurn und Taxis Schlossfestspiele nicht nur die Regensburger – mit Ambiente, Glamour, Starpower und hochkarätigen Auftritten.

C wie Carmina Burana:

Am 19. Juli können die Festspielbesucher Carl Orffs Carmina Burana erleben. Die bayerische Kultband Haindling wird zusammen mit den Münchner Symphonikern auf der Bühne stehen.

D wie Dresscode:

Einen Dresscode gibt es bei den Schlossfestspielen nicht. Die Veranstaltung definiert sich als sommerliches Festival in Wohlfühlatmosphäre. Claudia Niebauer vom Modeblog „Look“ wirft für Schlossfestspiele-TV einen Blick auf die Trends.

E wie Elton John:

Elton John bei den Schlossfestspielen im Jahr 2014. Foto: altrofoto.de/Uwe Mooosburger

Der King of Pop war einer der Coups in der Festspiel-Geschichte – ein Aufritt mit Hindernissen. 2013 sagte der Superstar seinen Auftritt überraschend ab, 2014 wurde er dann bejubelt.

F wie Flair:

Große Stars, ein Schloss mit gut 500 Zimmern, der Park, die Promis: Besucher schwärmen in höchsten Tönen vom Ambiente. Und die Festspiele leben natürlich davon; den Spagat zwischen Hochkultur und Boulevard bekommt kaum eine Reihe so gut hin.

G wie Gloria von Thurn und Taxis:

Die Schlossherrin schart beim Festival Freunde um sich, immer wieder mal steht sie auch auf der Bühne. Vielleicht am spektakulärsten: 2013 rollte sie auf ihrer Harley Davidson zur „Rocky Horror Show“ ein.

H wie Historie:

Die Schlossfestspiele entwickelten sich aus dem Regensburger Kultursommer. Seit 2003 wird das Festival von Odeon Concerte im Innenhof von St. Emmeram veranstaltet.

I wie Inszenierung:

Zum Auftakt gibt’s traditionell Oper oder Schauspiel: 2016 war es „Carmen“, zuvor etwa „Tosca“, „Die Zauberflöte“ oder „Der Name der Rose“. Dieses Jahr eröffnet Verdis „Aida“ die Festspiele.

J wie José Carreras:

Der spanische Startenor geht derzeit auf große Welttournee – auch in Regensburg schaut er vorbei. Seine Gala im Innenhof des Schlosses bildet das krönende Finale der Festspiele.

K wie Karten:

Tickets kosten zwischen 18 und happigen 238 Euro. Mit rund 3000 Plätzen ist das Kartenkontingent im Vergleich zu Mega-Festivals klein; das treibt die Preise in die Höhe.

L wie Lukullisches:

Die Gäste können das vorzügliche Essen im Festspielrestaurant „David“ sowie in der Speisenbar „Pavarotti“ genießen. Hotspots sind auch die Lounge Goliath und das „Antoinette“ von Sternekoch Anton Schmaus.

M wie Musical:

Ein Festspielvormittag für die ganze Familie: Das Kindermusical „Ronja Räubertochter“ steht am Sonntag, den 16. Juli auf dem Spielplan.

N wie Nerven:

Die liegen bei den Veranstaltern vor den Festspielen blank. Kommen die Künstler? Hält das Wetter? Läuft alles glatt? Die Statistik müsste eigentlich beruhigen: Nur sehr vereinzelt fielen in den vergangenen 14 Jahren Konzerte aus.

O wie Open-Air

Das Festspiel-Flair lebt von den Künstlern – und vom traumhaften Ambiente. Unter freiem Himmel erlebt das Publikum die Stars und genießt das Sehen-und-gesehen-werden im Schlosspark.

P wie Promis:

Stars und Sternchen, Wirtschaftsbosse und Politiker, Künstler und Kirchenfürsten treffen sich bei den Festspielen. Die zehn Abende sind ein Treff für Prominenz und regionale Szene.

Q wie Qualität:

Es gibt nicht viele Veranstaltungen in Bayern, bei denen sich so viele Weltstars die Klinke in die Hand geben wie bei den Festspielen in Regensburg: Jonas Kaufmann, Placido Domingo, Rolando Villazón, David Garrett, Sting, Hanna Schygulla, Liza Minnelli, Tom Jones, Katie Melua, Roger Cicero, Udo Jürgens...

Der irische Sänger Ronan Keating wird dieses Jahr bei den Thurn und Taxis Schlossfestspielen auftreten. Foto: dpa

R wie Ronan Keating:

Den charismatischen irischen Sänger gibt es am 16. Juli auf der Bühne der Schlossfestspiele zu sehen. Er wird unter anderem Hits wie „When You Say Nothing at All“ oder „Life Is a Rollercoaster“ performen.

S wie Schlossfestspiele-TV:

Das Format unserer Zeitung schenkt exklusive Eindrücke in Echtzeit: jeden Abend (19.30 bis 20 Uhr) live. Das Team holt Promis und Fans vor die Kamera, stellt die Stars vor, spricht mit Menschen backstage.

Live bei den Festspielen im Schloss: hier die Details

T wie Thurn und Taxis:

Die Thurn und Taxis leben seit 1748 in Regensburg. Der Klosterkomplex von St. Emmeram fiel nach der Säkularisation im Zuge der Postentschädigung 1812 an das Fürstliche Haus.

U wie Umgebung:

Dr. Peter Styra, Leiter von Zentralarchiv und der Hofbibliothek, erzählt im Schlossfestspiele-TV Interessantes über die Fürstenfamilie und öffnet die Türen zu sonst nicht zugänglichen Räumen im Schloss.

V wie Vergleich:

Das Festival gilt als eines der zehn schönsten und stimmungsvollsten Schlossfestspiele weltweit und in Deutschland sogar als Nummer eins.

W wie Wetter:

Das Wetter für die Schlossfestspiele ist dieses Jahr ein wenig launisch. Zwar soll es an den meisten Abenden freundlich bleiben, mit sommerlichen Temperaturen. Hin und wieder muss aber auch mit Regen gerechnet werden.

Z wie Zuschauer:

25 000 bis 30 000 Besucher kommen, ungefähr jeder dritte aus Regensburg und der Region, etwa 60 Prozent von auswärts.

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