Gesundheit - Artikel 17.04.2012, 20:17 Uhr

Männer leben fünf Jahre weniger als Frauen

Ursache der maskulinen Kurzlebigkeit liegt hauptsächlich im Lebensstil / Mehr Risiko, weniger Vorsorge

Regensburg. Männer in Deutschland leben im Schnitt fünf Jahre kürzer als Frauen. Die Gründe dafür sind vielschichtig und liegen vor allem in unterschiedlichen Lebensweisen. „Männer konsumieren zum Beispiel häufiger Alkohol und rauchen öfter als Frauen“, erklärt Dr. Gert Rogenhofer, 1. Vorsitzender. Außerdem sind Männer viermal häufiger an Unfällen beteiligt und die Selbstmordrate liegt bei ihnen ebenfalls deutlich höher.

Zu der riskanteren Lebensweise kommt hinzu, dass Vorsorgeangebote von Männern deutlich weniger wahrgenommen werden. „Männer sind Vorsorgemuffel“, meint Dr. Rogenhofer, „dabei steht gesetzlich Krankenversicherten eine umfassende Vorsorgeuntersuchung schon ab dem 35. Lebensjahr zu. Weitere Vorsorgeleistungen, wie die Hautkrebsvorsorge oder die Darmspiegelung, sind ebenfalls durch die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt.“ Der Check-up findet in der Regel beim Hausarzt statt, Krebsvorsorgeuntersuchungen werden auch bei Fachärzten durchgeführt. Nur müsse man(n) auch hingehen. Das Verantwortungsbewusstsein für die eigene Gesundheit sei beim „starken Geschlecht“ immer noch zu schwach ausgeprägt. So nehmen Männer auch bei Krankheit ärztliche Hilfe später in Anspruch, passt doch das Eingestehen von eigener Krankheit und Schwäche oft nicht zum männlichen Selbstbild. Um die Gesundheit von Männern zu verbessern, hat das Staatsministerium für Gesundheit die Initiative Männergesundheit ins Leben gerufen. Dazu gibt es von 21. bis 27. April viele Veranstaltungen. Der ideale Anlass, um einen Vorsorgetermin beim Hausarzt auszumachen, findet auch Dr. Rogenhofer.

www.maennergesundheitsportal.de

 

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