Gesundheit - Artikel 22.02.2012, 17:19 Uhr

Trügerische Gute-Nacht-Geschichten

Vier Schlafmythen und was wirklich dahinter steckt. Aktuelle Studien widerlegen nämlich gängige Alltagsweisheiten.


        Die üblichen Hausmittelchen wie zum Beispiel Lesen helfen nicht immer oder können sogar schädlich sein. Foto: dpa

Die üblichen Hausmittelchen wie zum Beispiel Lesen helfen nicht immer oder können sogar schädlich sein. Foto: dpa

München. Ein Glas Wein am Abend erleichtert das Einschlafen und ein gutes Buch kann helfen, wenn man nach zu frühem Aufwachen noch einmal zur Ruhe finden möchte. Ob diese Hausmittel gegen Schlaflosigkeit wirklich helfen und was hinter weiteren Mythen zum Thema Schlaf steckt, hat die Milchkristalle GmbH recherchiert.

1. Immer mit der Ruhe

Wer nachts häufig aufwacht, muss nur geduldig warten. Dann findet er zum Schlaf zurück = Mythos

Schwierigkeiten beim Ein- oder durchgängigem Schlafen sind Störungen, die aktiv behandelt werden sollten. Anstelle dazuliegen und abzuwarten, empfehlen Experten daher den Gang in einen anderen Raum und die Beschäftigung mit Musik oder leichtem Sport, wie Yoga oder Tai Chi. Nach etwa 15 bis 20 Minuten stelle sich daraufhin in der Regel ein Gefühl von Müdigkeit ein, das schließlich das Wiedereinschlafen ermögliche. Tritt diese Müdigkeit nicht auf, so sollte man davon absehen, sich wieder wach ins Bett zu legen und das eben beschriebene Programm wiederholen bis es den gewünschten Effekt erzielt.

2. Wein oder Bier – das rat ich dir

Ein Gläschen Rotwein zum Dinner oder das Bierchen vor dem Fernseher verschaffen einen ruhigen Schlaf = Mythos

Im Gegenteil: Alkohol verändert die natürlichen Schlafzyklen des Menschen, was ihn sogar vom Schlafen abhalten kann. Wie eine Klinik in Cleveland herausfand, beeinflusst die Einnahme von alkoholischen Getränken die sogenannte REM-Phase (“Rapid Eye Movement“) des menschlichen Schlafzyklus, die für das Träumen verantwortlich ist. Dadurch würden vermehrt Alpträume und unruhiges Schlafverhalten auftreten. Um diesen vorzubeugen, trinken Betroffene mitunter umso mehr Alkohol, da dieser sie ihren unruhigen Schlaf nicht merken lässt. Doch Vorsicht ist geboten. Denn besonders der regelmäßige oder übermäßige Konsum von Alkohol kann ernsthafte Schlafstörungen mit sich bringen.

 

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