Haus und Garten 02.08.2012, 18:15 Uhr

Bunte Blumenwiesen brauchen Pflege

Die Vielfalt an Tieren und Pflanzen schützen: 28 Gartenbauvereine im Landkreis Schwandorf beteiligten sich heuer am „Netzwerk Blühende Landschaft“.

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Bunte Kräuter- und Blumenwiesen sind Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von blütenbestäubenden Insekten. Fotos: Landratsamt Schwandorf

Bunte Kräuter- und Blumenwiesen sind Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von blütenbestäubenden Insekten. Fotos: Landratsamt Schwandorf

SCHWANDORF. Blütenbestäubende Insekten wie Wildbienen, Honigbienen, Schmetterlinge und Käfer haben durch ihre Bestäubungsleistung eine entscheidende Funktion nicht nur in naturnahen und kulturbetonten Landschaften, sondern auch in den innerstädtischen Grünanlagen und im privaten Garten. Die Vielfalt an Bienen und die von ihnen bestäubten Blütenpflanzen ist aber leider weltweit zurückgegangen, gibt Wolfgang Grosser zu bedenken. Der Fachberater für Gartenkultur und Landespflege beim Landratsamt Schwandorf bedauert, dass viele Arten „extrem selten geworden und vom Aussterben bedroht“ seien.

Deutliche Mindererträge

Diese Situation könne bei verschiedenen Kulturpflanzen im Gartenbau, in der Landwirtschaft sowie in der Imkerei zu deutlichen Mindererträgen und Qualitätsverlusten führen. Die Hauptursache sei eine Verknappung der Nahrungsgrundlage, also der Rückgang von Nektar und Pollen spendenden Pflanzen, Kräuter- und Blumenwiesen sowie der Verlust an Nistmöglichkeiten im städtischen Bereich und in der Landschaft.

Praktische Nutzanwendung

Vor diesem Hintergrund hat sich bundesweit ein „Netzwerk Blühende Landschaft“ gegründet. 28 Gartenbauvereine im Landkreis Schwandorf beteiligten sich 2012 an dieser Aktion und brachten im Frühjahr den vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Schwandorf gespendeten Samen aus. Zur Einbeziehung privater und öffentlicher Flächen wurden in einer Informationsveranstaltung mit den örtlichen Obst- und Gartenbauvereinen Tipps und Hinweise für Maßnahmen gegeben

An dieser Aktion beteiligten sich auch die Minigärtner aus den Gartenbauvereinen Teublitz, Fuhrn, Ettmannsdorf, Mitterauerbach, Ponholz, Teublitz, Teunz und Richt. Zielsetzung sei es, so der Fachberater, „allen Kindern und Jugendlichen etwas über die Natur und den Garten beizubringen“. Grosser: „Natürlich sollen es richtig praktische Dinge sein, wo alle auch mitmachen können und dabei biologisches und auch gärtnerisches Fachwissen erlernen können.“

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