Haus und Garten 29.03.2012, 13:57 Uhr

Frühjahrskur für den Rasen

Der Winter hat dem Rasen arg zugesetzt. Zeit für eine Frühjahrskur mit Massage, gesunder Nahrung und einem neuen Haarschnitt.


        Ab Temperaturen von mehr als acht Grad beginnen die Grashalme neu zu sprießen.

Ab Temperaturen von mehr als acht Grad beginnen die Grashalme neu zu sprießen.

Heilbronn. Von Grün keine Spur: Nach den langen Wintermonaten hat manche Rasenfläche braune Flecken, und die Halme sind platt. Schnee, Frost und Pilzkrankheiten haben ihre Spuren hinterlassen. Aber sobald die Temperaturen über acht bis zehn Grad klettern, beginnen die Halme, neu zu sprießen. Damit sie zu Kräften kommen und rasch eine frische, grüne Fläche bilden, ist eine intensive Frühjahrskur wichtig.

Einige Gartenexperten favorisieren das Vertikutieren als ersten Schritt im Pflegeprogramm: „Je nach Witterung ist Mitte bis Ende März der richtige Zeitpunkt, um den Rasen zu belüften und Moose und Rasenfilz zu entfernen“, sagt etwa Angelika Kölle, Geschäftsführerin eines Gartencenters in Heilbronn. Die Rasenfläche werde am besten in drei Durchgängen bearbeitet: Der zweite Durchgang erfolgt in Gegenrichtung zum ersten, der dritte quer zu den beiden ersten.

Ob ein Vertikutierer oder ein Handgerät verwendet wird, hängt vor allem von der Größe der Rasenfläche ab. Allerdings ist das Vertikutieren ein massiver Eingriff in das Wachstum der ohnehin vom Winter geschwächten Gräser. Klaus Müller-Beck, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft in Bonn, rät deshalb stattdessen zu einer umfassenden Säuberungsaktion: „Mit einem Rasen- oder Federrechen lässt sich abgestorbenes Material leicht von der Oberfläche des Rasens beseitigen.“ Gleichzeitig werden dabei verklebte Halme aufgerichtet - und so komme auch viel Luft an die Grasnarbe.

Dann werden die Hinterlassenschaften der vielerorts sehr fleißigen Maulwürfe aufgeräumt, denn ihre Hügel stören bei allen weiteren Pflegemaßnahmen. „Die Gänge werden angetreten, die Haufen am besten breit gestreut und dann der Boden an den Ausgängen festgetreten“, empfiehlt Müller-Beck.

 

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