Gartenglück auch jenseits der Terrasse
Die wirklich lauschigen und ruhigen Sitzplätze im eigenen Grün ergeben sich oft erst im Verlauf von Jahren. Ideen zünden oft erst nach einiger Zeit.
REGENSBURG. Steht der Hausbau an, wird zumeist nur eine Terrasse eingeplant und zwar stets auf der Südseite des Gebäudes. Aber selbst die schönste Terrasse zeigt einen wesentlichen Nachteil: Irgendwann zieht die Sonne hinters Haus, und man sitzt im Schatten. Draußen im Garten fänden sich aber durchaus noch sonnige Flächen, wenn dort nur auch ein paar Sitzplätze wären! Wie solche ohne großen Aufwand gestaltet werden können, weiß Torsten Mierswa, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Regensburg. Eines aber gibt er hier gleich zu bedenken: „Die gemütlichen, lauschigen Sitzplätze im Garten entwickeln sich erst mit den Jahren.“ Maßgeblich sind hier Wachstum der Vegetation und eigene Ideen, „die allerdings oft erst nach einiger Zeit so richtig zünden“.
Regionale Materialien verwenden
Geduld braucht’s also schon, zumal „ein Sitzplatz immer auch ein Ort der Ruhe und der Erholung ist“, so Mierswa: „Der Platz dient als Ruhezone, um die Möglichkeiten zu nutzen, die Vielfalt der Natur zu beobachten oder aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen zu lassen.“
Ein Loblied singt der Fachberater auf die Verbindung von Sitzplatz und Wasser: „Denn wer das Element Wasser in den Garten bringt, sei es durch einen Quellstein, oder einen Gartenteich, der wird sich über kurz oder lang eine Sitzgelegenheit schaffen, um die Idylle in Ruhe genießen zu können oder die Flora und Fauna zu betrachten.“
Mierswa setzt hier auf „Natürlichkeit“ und „Gestaltungswitz“. Der Bodenbelag soll versickerungsfähig sein. Große Fugen sorgen für schnellen Ablauf und verhindern wenig romantische Fußbäder. Mierswa empfiehlt überdies die Verwendung regionaler Materialien: „Es muss aber nicht immer gepflastert werden, die Flächen kann man durchaus auch mit Kies, Schotterrasen oder Rasen gestalten.“
Die harmonische Anordnung der Gestaltungselemente liegt Mierswa ebenfalls am Herzen. Dazu gehört für ihn auch „die umgreifende Bepflanzung mit standortgerechten Gehölzen und Stauden“. Auch Kletterpflanzen finden ihre Verwendung. Allerdings müsse man hier auch das Wachstum und den eventuell starken Ausbreitungsdrang in Betracht ziehen, denn Blauregen, Knöterich, wilder Wein und Co. sind wilde Schlinger und Kletterer. Sehr geeignet sind Kletter- und Strauchrosen in Verbindung mit Clematis oder einjährige Kletterer.





