Kino-Reportagen 06.07.2012, 06:00 Uhr

Der britische Kinostar Emily Blunt ("Fast verheiratet") über die Untiefen des Filmgeschäftes

"Mein Privatleben hat wenig mit Hollywood zu tun"

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Die Karriere der Emily Blunt erscheint steil und geradeaus. Bereits mit 18 wurde die Tochter eines Londoner Anwalts für die Bühne entdeckt. Nach Kinoerfolgen in der britischen Heimat ("My Summer of Love", "Gideon's Daughter") folgte bald der Ruf aus Hollywood. Als ehrgeizige Assistentin Meryl Streeps feierte sie mit "Der Teufel trägt Prada" einen furiosen Einstand. Es folgten Hauptrollen in Filmen wie "Wolfman" oder "Der Plan". In ihrem neuen Film "Fast verheiratet" (Start: 12.07.) wechselt die 29-Jährige jetzt ins komödiantische Fach. Ob es ihr beim Thema des Films geholfen hat, dass Blunt nach dreijähriger Beziehung mit Sänger Michael Bublé seit zwei Jahren mit Schauspielerkollege John Krasinski ("Der Ruf der Wale") verheiratet ist?

teleschau: Sie haben vor zwei Jahren geheiratet. Halten Sie die Ehe immer noch für ein gutes Konzept?

Emily Blunt: Ich bin ein großer Fan der romantischen Idee, sein Leben mit einem anderen Menschen zu teilen. Die Ehe ist eine tolle Sache - wenn man es richtig macht.

teleschau: Wie macht man es richtig?

Blunt: Kommunikation ist sehr wichtig, auch wenn das aus dem Mund einer Engländerin komisch klingen mag. Engländern bereitet das Konzept der Kommunikation grundsätzlich Angst (lacht). Und doch - in einer Ehe geht es ums Reden und Zuhören. Außerdem braucht man eine Menge Humor. Das ist alles nicht so einfach. Viele Paare schaffen es anfangs, diese Regeln zu befolgen. Irgendwann stellen sie fest, dass beide mehr Spaß alleine haben als zu zweit. Das finde ich ziemlich deprimierend.

teleschau: Hatten Sie eine perfekte Hochzeit?

Blunt: Für mich war sie perfekt, auch wenn es nur ein kleines Fest im engen Kreis war. Ich bin keine große Planerin. Es lag mir fern, meine Hochzeit bis ins Detail zu planen, so wie es andere tun. Ich liebe es, spontane Enttscheidungen zu treffen und mich dann einfach treiben zu lassen.

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