Kino-Reportagen 22.06.2012, 06:00 Uhr

Rhys Ifans entdeckt in "The Amazing Spider-Man" (Start: 28.06.) das Monster in sich

Und jetzt bitte klatschen ...

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Man ist fast ein wenig enttäuscht, dass er nüchtern ist. Denn die Interviews, die Rhys Ifans im angetrunkenen Zustand gibt, sollen die besten sein. Doch auch ohne vorherige Stärkung aus der Flasche ist der Waliser, der zuletzt die Hauptrolle in Roland Emmerichs Shakespeare-Thriller "Anonymus" spielte, beim Interview zu "The Amazing Spider-Man" (Start: 28.06.) gut gelaunt. Spider-Mans Gegenspieler gibt der 44-Jährige in der Comic-Verfilmung; den einarmigen Wissenschaftler Dr. Curt Connors, der im Rahmen eines missglückten Experiments zur wütenden Echse mutiert. Eine Herausforderung in vielerlei Hinsicht, verrät der Hobby-Rocker, der mit Lederjacke und zwei Goldketten im Berliner Hotel Adlon auftaucht.

teleschau: Mr. Ifans, es heißt, dass Sie schon seit langer Zeit großer Fan der Spider-Man-Comics seien.

Rhys Ifans: Das ist richtig.

teleschau: Dann Hand aufs Herz: Welche Figur aus dem Spider-Man-Universum hätten Sie gespielt, wenn man Ihnen freie Wahl gelassen hätte?

Ifans: Ob Sie es glauben oder nicht, die wäre tatsächlich auf Dr. Curt Connors gefallen. Ich mag ihn, weil er von allen Spider-Man-Gegnern der komplizierteste und der menschlichste ist.

teleschau: Inwiefern?

Ifans: In den Comics lernt man Connors als Wissenschaftler kennen, der vielleicht ein wenig verrückt ist, aber eigentlich gute Absichten hat: Er als Einarmiger will ein Verfahren entwickeln, mit dem er nicht nur seinen eigenen Körper wieder vervollständigen kann, sondern von dem auch der Rest der Welt profitieren würde. Schließlich kehren täglich junge Männer aus Kriegsgebieten zurück, die Gliedmaßen eingebüßt haben. Darum war mir wichtig, dass das Publikum so lang auf Connors' Seite ist, bis sein Therapie-Selbstversuch ein verheerendes Ergebnis zeigt - nämlich "Die Echse", das Monster. Die Zuschauer sollenn erkennen, das in jedem von uns ein Monster schlummert.

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