Aufgetischt Gasthäuser 27.02.2010, 00:00 Uhr

Feine Fische auf der Insel

Kreative Küche an einem kurzweiligen Abend im Restaurant Brandner im Sorat Insel-Hotel

von Monika v. Jaduczynski, MZ

Prominent gelegen, mitten auf der Donauinsel strahlt uns auf dem Weg über die Steinerne Brücke das Sorat Insel-Hotel entgegen. Die Lichter spiegeln sich im Wasser und der Blick aus den Hotelzimmern über Fluss und Altstadt muss grandios sein. Das werden wir aber ein andermal testen. Auf dem Weg zum Restaurant legen wir einen kurzen Stopp an der Hotelbar ein. Bei einem Glas kühlem Pinot Grigio blättern wir im Programm des Restaurants für die nächsten zwei Monate und stellen fest, dass kulinarisch alles unter dem Motto „Kreative Fischküche“ steht. Einmal Platz genommen im leider etwas spärlich besetzten Gastraum bleiben wir dann auch konsequent beim Fisch. Bietet sich ja auf der Insel geradezu an. Als Vorspeise nehmen wir Thunfisch-Carpaccio mit Wasabi-Kartoffelpüree und Sesam (12,50 Euro) und ein Portweinrisotto mit gebratenen Garnelen und Jakobsmuscheln (9,50 Euro). Der hauchdünn geschnittene Thunfisch schmilzt auf der Zunge und macht durch die angenehme Schärfe im Püree richtig Appetit auf den nächsten Gang. Auch das Risotto hat den richtigen Biss, die leichte Säure des Portweins im üppigen Reis passt gut zu den feinen Meeresfrüchten. Aber Vorsicht, man kann sich an diesem Gericht fast schon satt essen, und das wäre ein Fehler. Denn jetzt kommt die Bayerische Bouillabaisse mit heimischen Fischen und Kräutern (13,50 Euro) – sahniger als das französische Original, aber tadellos. Mit Weißbrot wird noch der letzte Rest aufgetunkt. Eher wagemutig klingt der pochierte Waller auf Wurzelgemüse mit Butterkartoffeln (15,50 Euro), der in Händlmeier-Senfsauce angerichtet ist. Der weiße, grätenarme Fisch hat einen milden Eigengeschmack und kommt in der süßen Senfsauce erstaunlich gut zur Geltung. Dank der reichlichen Vorspeisen, dem Amuse gueule (Griebenschmalz mit verschiedenen, feinen Brotsorten und geräucherten Lachsscheiben) und den gut gemeinten Portionen der Hauptspeisen verzichten wir auf die Kostprobe der vielversprechenden Dessertauswahl und beschließen den schönen Abend mit einem Glas Pinot Grigio an der mittlerweile gut gefüllten Hotelbar, einem der Logenplätze der Altstadt.

 

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