Aufgetischt Gasthäuser 15.06.2012, 16:16 Uhr

Rosig und saftig, würzig und zart

Den Ausflug nach Nittenau krönt ein Besuch im Barnabas. Steaks können sie dort besonders gut.

Wirt Alfons Schambeck hat sein Restaurant „Barnabas“ nach dem berühmten Paulaner-Braumeister benannt. Valentin Stephan Still, so der bürgerliche Name des Ordensbruders, kam 1750 in Fischbach bei Nittenau zur Welt. Foto: Lex

Wirt Alfons Schambeck hat sein Restaurant „Barnabas“ nach dem berühmten Paulaner-Braumeister benannt. Valentin Stephan Still, so der bürgerliche Name des Ordensbruders, kam 1750 in Fischbach bei Nittenau zur Welt. Foto: Lex

Von Heike Haala, MZ

Wieso der Name „Barnabas“? Diese Frage treibt uns um, während wir das gleichnamige Restaurant in Nittenau ansteuern. „Also ich kenne keinen einzigen Menschen, der Barnabas heißt“, sagt Annika, „nur den Festredner von der Salvatorprobe.“ Dass sie voll ins Schwarze getroffen hat, wird ihr der Wirt Alfons Schambeck allerdings erst zwei Stunden später bestätigen. Er hat sein Lokal nach dem bierseligen Mönch benannt, der aus Fischbach nicht weit von Nittenau stammte. Ihre Spekulationen über den Namen des Lokals vergisst Annika, während sie die Speisekarte querliest. Das Restaurant gegenüber dem Volksfestplatz ist schnell voll besetzt – gut, dass wir reserviert haben. Die einzelnen Tische sind durch helle Gitterwände voneinander abgetrennt. Jeder Tisch hat damit seinen eigenen Bereich, das macht das Restaurant gemütlich. Die Reiher- und Fischerfiguren aus Keramik erinnern uns daran, dass hier in der Gegend gerne gefischt wird.

Annika hat ihre Vorspeise nun gewählt. Sie hat sich für das Carpaccio vom Rind entschieden. Mit dieser Entscheidung ist sie sehr glücklich. Durch die Scheiben des Rindfleischs sehen wir das Weiß des Tellers schimmern. Hauchdünn ist es geschnitten und mit Basilikum, Pinienkernen sowie Balsamicocreme garniert. Dazu gibt es Weißbrot. Auch meine französische Zwiebelsuppe kann sich sehen lassen. Der Deckel aus Toast und zerlaufenem Käse nimmt der Zwiebeleinlage die Dominanz.

Weil wir den Wirt in der Küche die Schnitzel klopfen hören, entscheiden wir uns für Fleisch. Als Hauptgang wählt Annika ein Rumpsteak mit Bratkartoffeln, Spargel und brauner Butter. Es ist auf den Punkt gebraten. Außen durch und innen rosig, den Saft verliert das Fleisch auch nach dem Anschneiden nicht. Meine Saltimbocca alla Romana sind mit Käse überbacken und die Kartoffelkroketten schmecken zu der würzigen Soße. Uns gefällt, dass die Speisen üppig mit frischen Kräutern garniert sind und die Beilagen in extra Tellern serviert werden, so dass sie sich nicht schon im Wartezustand mit Soße vollsaugen können. Als Nachspeise wählen wir Vanilleeis. In Annikas Schale lassen heiße Himbeeren das Eis schmelzen, bei mir übernehmen das die Apfelküchli mit ihrer süßen Teigkruste.

Die Adresse:

BARNABAS

Brauhausstraße 4

93149 Nittenau

Telefon: (09436) 667

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