Nachrichten 03.02.2011, 15:14 Uhr

Lauter Luxus-Probleme bisher

Es läuft alles nach Plan für die „Isis“ und ihren Manager Lothar Schacke in Schweden.

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Mittendrin statt nur dabei: Lothar Schacke wartet auf die dicken Brocken.

Mittendrin statt nur dabei: Lothar Schacke wartet auf die dicken Brocken.

Roding/Norrköping. „Wir waren gerade beim Frühstücken“, überrascht Lothar Schacke den Mitteleuropäer zur Mittagsstunde im hohen Norden, „wenn wir so spät spielen, dann verschiebt sich das so weit.“ – Eines aus einer Handvoll Luxus-Problemen, mit denen Islands Team-Guide bei den Ballwurf-Welt-Titelkämpfen in Schweden umgehen muss. Sportlich lief bisher alles bestens. Die „Isis“ haben zur Freude des Rodinger Vize-Abteilungsleiters die ersten beiden Pflichtaufgaben gut gelöst. Gegen die sperrigen Ungarn war das schwerer als gegen die brasilianischen Leichtgewichtler. Später taten die Ungarn den Isländern dazu noch den Gefallen, die Norweger zu schlagen – das Frühstück schmeckte den Handball-Zwergen.

Dass das Hotel die Gebühr für den Bezahl-Sender nicht berappen will, damit die Spiele der anderen zu sehen wären, ist nächstes Handicap. Prompt stolperten die „Ösis“ drüber, verloren gegen Japan – das „Sprungwunder-Land“ grinst Schacke und nimmt den nächsten Freundschaftsdienst gerne mit: Island wollte Nippon gestern spätabends deswegen ganz ernst nehmen (Spiel war erst nach Redaktionsschluss beendet). Das passiert nur den Österreichern: Gegen Japan verlieren. Weil die TV-Ratschläge aus der Heimat nicht ernst genommen: Man müsse den Japanern beim Aufprall auf die Abwehrreihe unmissverständlich klar machen, dass das beim nächsten Mal noch mehr wehtun werde. Eine große Familie, diese Handballer.

Lothar Schacke erfuhr aus der Heimat per SMS, dass der Bayernliga-Auftritt des Turn-Bundes im fernen Tauber-Städtchen Rothenburg daneben gegangen war. Ohne Torjäger Steve Müller – „Damit musst du leben“, wollte der TB-„Vize“ den drei zum Remis fehlenden Müller-Toren gar nicht mehr nachtrauern. „Wenn Steve Müller nur zu dieser Zeit Urlaub machen kann, dann muss man das hinnehmen, sonst würde er vielleicht woanders spielen ...“, kann sich Schacke auch so fern der Regenreibm dem Tagesgeschäft nicht ganz entziehen. Eine Frau aus Regensburg klingelte durch, sie brauche vier Karten für das Spiel gegen Kiel. Schacke musste ihr erst klar machen, er sei in Schweden, aber nicht zum Urlaub machen, wie die Regensburgerin unterstellte.

 

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