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Samstag, 16. Dezember 2017 10

Wanderbare Region

Heilendes Wasser für die Wanderer

In dieser Woche geht es auf den Diebstein, einen hohlen Felsen bei Thurmansbang, und zur Kapelle Maria Bründl.
Von Andrea Potzler, MZ

  • Wanderbare Region: Diebstein
  • Wandbare Region: Heilendes Wasser für die Wanderer
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Saldenburg. Unsere Tour startet am Rathaus von Saldenburg, das ein ehemaliges Schulhaus ist. Von hier gehen meine Eltern und ich entlang der Teerstraße in Richtung Thurmansbang am Wald entlang. Bei Altreuth weist ein Schild nach links weg von der gut befahrenenen Straße zum Diebstein, unserer höchsten Erhebung der heutigen Wanderung. Er liegt auf 590 Metern. Aber es geht erst noch ein wenig bergab in den Mischwald hinein, bis wir dann nach rechts dem Gipfel entgegen marschieren. Vorbei geht es an einer großen Schaukel, die hier zwischen zwei Bäumen hängt und zu einem luftig weiten Schwung einlädt.

Gab es Diebe am Diebstein?

Schöne Waldwege gibt es hier, nur muss man genau schauen, dass man auf dem rechten Weg auf den Diebstein bleibt. So richtig viel kann man allerdings auch wieder nicht falsch machen, ist der Diebstein doch die einzige nennnenswerte Erhebung und so lange wir bergauf dem Gipfel zustreben, sind wir richtig! Oben erwarten uns moosige, große Felsen, auf denen es ein Vergnügen ist, ein wenig herumzusteigen. Nur Vorsicht: Hier ist es wirklich etwas rutschig. Der sagenumwobene Diebstein ist innen hohl. Hier sollen Wilderer und Diebe ihr Gut versteckt haben. Vielleicht hat der gruselige Ort auch Verirrte verschlungen, so sagen es die alten Geschichten.

Wir steigen wieder vom Diebstein ab, immer weiter südlich auf den Ort Goben zu. Weiter geht es durch den schönen Wald, bis wir an einer T-Kreuzung nach links abbiegen und direkt nach Goben wandern. Am Wegesrand bieten Himbeeren eine vitaminreiche Stärkung. Wir durchwandern Goben und laufen zu einer weiteren T-Kreuzung bei der wir rechts Richtung Maria-Bründl-Kapelle, die 1712 erbaut wurde, abbiegen. Die Kapelle ist auf einem Feldweg parallel zur Straße bald erreicht.

Hier fließt ein kleines Rinnsal und wurde überbaut von einem Zwiebeltürmchen. Ein Paar ist mit mehreren Wasserkisten angereist, um mit viel Geduld das Wasser abzufüllen, das Augenleiden heilen soll. Von einer weiteren Gruppe Leute werden wir aufgeklärt, dass das Wasser rechtsdrehend sei und sehr heilsam, allerdings würde jeder derartige Heilungseffekt in den Plastikflaschen zerstört. Vielleicht ist die Plastikflasche auch daran schuld, dass uns der Geschmack des Wassers bei einer kleinen Rast auf der schönen Brotzeitbank neben der Kapelle nicht recht überzeugt.

Wir gehen zurück an den Ortsrand von Goben und folgen dem Schild scharf rechts zum Dreiburgensee. Von hier ist es nicht mehr weit zum See. Wir überblicken die Felder neben uns und steigen dann auf einem kleinen Pfad zum Rundwanderweg um den See ab. Hier laufen wir immer am See entlang, über eine Holzbrücke, von der man auf keinen Fall springen darf, wie ein Schild unmissverständlich klarmacht. An der einen Spitze des Sees weisen uns die Schilder zum Museumsdorf. Hier kann man sich im Gasthaus Mühlhiasl auch bestens zum Beispiel mit einer großen Salatschüssel stärken.

Besuch im Museumsdorf

Nun aber auf zur Besichtigung der über 150 Häuser des Museumsdorfs. Das Dorf ist so groß, dass ich über einige Zeit meine Eltern in den Mühlen, Bauernhäusern, Gehöften und Stallungen verliere. Im kleinen Museumsladen kann man allerhand Kuriositäten erstehen, auch feine, außergewöhnliche Gewürze sind darunter. Rosenmüllers Film „Räuber Kneißl“ wurde hier gedreht.

Nach dem Museumsdorf geht es zackig weiter entlang des Dreiburgensees. Der Beschilderung ist einfach zurück nach Saldenburg zu folgen. Wir kommen an einem Bootsverleih vorbei und bei der Prüfung der Wassertemperatur sehe ich drei hart gesottene Schwimmer. Viele Menschen gehen an diesem Tag am See spazieren.

Wir verlassen den See und es geht bergauf durch den Mischwald. Wir kommen zu einem Wildgehege mit einem Beobachtungsstand. Auch eine Station des Trimm-Dich-Pfads ist hier. Uns wird nicht ganz klar, ob die sportliche Ertüchtigung nun darin liegen soll, dass man runde Holzpflöcke vom einen zum anderen Unterstand hievt.

Wir gehen weiter entlang der leichten An- und Abstiege Richtung Saldenburger See. Das Freibad ist modern gestaltet. Hier ist ein Schiff zum Spielen und Kraxeln aufgebaut, umgeben von weißem Sand, daneben liegt ein schöner Steg, an dem man ins Wasser klettern kann. Vom letzten Abschnitt erhitzt, erfrische ich mich im Wasser. Nach zwei Zügen ist es mir zwar zu kalt, aber ein Genuss war es auf jeden Fall. Von hier aus startet auch ein Waldlehrpfad, doch wir folgen den Schildern nach links steil hinauf zurück nach Saldenburg. Wir laufen durch den Ort Richtung Hauptstraße. Hier biegen wir links ab und genießen noch einmal einen weiten Blick über Apfelbäume mit vielen Früchten und viel Wald. Und schon sind wir zurück am Auto vor dem Rathaus.

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