Jun. Täglich 05.08.2012, 12:40 Uhr

Verrückt nach Vulkanen

Von Juliane Gringer, dpa

. Vulkan. Während die einen schon bei dem Wort die Furcht packt, sind andere total begeistert! Sie können gar nicht genug von den blubbernden Riesen bekommen. Zu ihnen gehörten auch die Vulkanforscher Katia und Maurice Krafft.

Steine fliegen in die Höhe. Rauch steigt auf und eine zähe Masse aus geschmolzenem Gestein fließt den Berg hinab: Bricht ein Vulkan aus, ist das ein großes Spektakel - spannend und gefährlich zugleich. Für solche Vulkanausbrüche interessierten sich die beiden Vulkanforscher Katia und Maurice Krafft aus Frankreich. Sie waren geradezu verrückt nach Vulkanen: Mehr als 140 Ausbrüche erlebte das Ehepaar mit. Was Katia und Maurice Krafft so besonders machte, erfährst du hier:

Die beiden kamen vor vielen Jahren im Elsass zur Welt - da kannten sie sich natürlich noch nicht. Das Elsass gehörte mal zu Deutschland und mal zu Frankreich. Katia und Maurice wuchsen auf dem Land auf und liebten die Natur. Schon als Jugendliche interessierten sie sich für Vulkane! Maurice hatte schon als Kind die italienische Vulkaninsel Stromboli gesehen. Später wollte er alles über Vulkane wissen. Auch Katia besuchte mit ihren Eltern Vulkane in Italien.

Das Interesse blieb und beide machten Vulkane zu ihrem Beruf. Beim Studium lernten sie sich kennen und begannen gemeinsam zu forschen. Sie wollten allen Menschen zeigen, was Vulkane sind. Und was sie so schön und gleichzeitig so gefährlich macht.

Deshalb hielten sie viele Vorträge und waren oft im Fernsehen zu sehen. Sie schrieben Bücher und Artikel und drehten Filme über die feuerspuckenden Berge. Außerdem sammelten sie Unterlagen, Bücher, Bilder und Zeichnungen über und von Vulkanen.

Viele Wissenschaftler arbeiten vor allem vom Schreibtisch aus. Katia und Maurice reichte das aber nie: Sie reisten durch die ganze Welt, um ausbrechende Vulkane zu sehen. Zum Beispiel nach Island und nach Indonesien in Asien.

Im Jahr 1991 - vor über 20 Jahren - fuhren sie in das Land Japan in Asien - auf die Insel Kyushu. Dort wollten sie gemeinsam mit anderen einen Ausbruch des Vulkans Unzen beobachten. Aber dabei passierte ein Unglück: Bei dem Ausbruch raste eine Lawine aus heißer Asche, Gasen und Gesteinsbrocken ins Tal. Die Gruppe konnte sich nicht mehr retten.

Aber Katia und Maurice Krafft hinterließen viele Filme über Vulkane und Tausende Fotos. Viele davon kann man in Museen oder in Ausstellungen sehen.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo