Als Umweltdetektive unterwegs
Urpferdchen, Bär und Riesenbiene mitten in Regensburg? Dies und noch vieles mehr kann man im Naturkundemuseum Ostbayern am Herzogspark erkunden.
Brigitta Ullrich vom Naturkundemuseum Ostbayern schickt die Schüler als Umweltdetektive los. Foto: Klasse 2d
Regensburg. Nichtsahnend gehen wir durch die schwere Eingangstür und schon erblicken wir das Modell eines Urpferdchens. Wie klein es ist, im Vergleich zu seinen Nachfahren, den heutigen Pferden! Darüber schweben ein Schwan, ein Uhu und eine Riesenbiene. Doch keine Angst, es besteht keine Gefahr. Wir sind im Treppenhaus des Naturkundemuseums – Schwan und Uhu sind ausgestopft, die Riesenbiene ist ein Modell. Im ersten Stock treffen wir sogar auf einen ausgewachsenen Braunbären, der mit gefletschten Zähnen die Besucher anfunkelt.
Brigitta Ullrich wartet schon auf uns. Sie ist unsere Referentin und wir sind unter ihrer Anleitung als Umweltdetektive unterwegs. Das Arbeitsmaterial ist für uns schon vorbereitet: Sammelkästen mit Arbeitsaufträgen. Die Sammelkästen sind übrigens Eierkartons und die sind wirklich sehr gut für unsere Arbeit geeignet!
Natur mit allen Sinnen entdecken
Als Detektive müssen wir all unsre Sinne einsetzen: Unsere Augen müssen genau beobachten, suchen und betrachten. Sind wir sehr still, erlauschen unsere Ohren Vogelstimmen und Insektenbrummen, unsere Nasen riechen zarten Blütenduft und mit geschlossenen Augen ertasten unsere Finger besonders gut die Rinde verschiedener Bäume. Beim Schmecken sind wir besonders vorsichtig – schließlich wollen wir keine bittere Überraschung erleben. Nur so können wir im Park des Naturkundemuseums die vielfältigen Aufgaben erledigen.
Bevor es losgeht, wird noch die wichtigste Regel besprochen: Ich gehe vorsichtig mit der Natur um! Das beachten wir unbedingt! Gruppenweise sind wir dann im Park des Naturkundemuseums unterwegs. Ob wir alle Aufträge erfüllen können? Wir sollen etwas Glattes, etwas Weiches, etwa Kleines, Schmales, Behaartes, Grünes und etwas Flaches finden und außerdem etwas, das gut riecht oder ein bisschen stinkt. Die Fundstücke sollen wir dann in unsere Sammelkästen ordnen. Es muss also klein sein und wir dürfen nichts zerstören! Schnell merken wir, dass wir all unsere Sinne einsetzen müssen, um die Aufgaben zu erfüllen.

