Zeitung in der Schule 12.07.2012, 18:39 Uhr

Auf den Spuren von Kommissar Rex

Bei der Verbrecherjagd ist die Polizei nicht alleine: Die hochausgebildete Diensthundegruppe ist mit vollem Einsatz dabei.

Regelmäßiges Training ist wichtig: Diensthund Vektor beim Überwinden einer über zwei Meter hohen Barrikade mit seinem Hundeführer, Polizeioberkommissar Karl Zitzelsberger. Foto: Klasse 6a

Regelmäßiges Training ist wichtig: Diensthund Vektor beim Überwinden einer über zwei Meter hohen Barrikade mit seinem Hundeführer, Polizeioberkommissar Karl Zitzelsberger. Foto: Klasse 6a

Von der Klasse 6a des SFZ Regenstauf

Oberhinkofen. Aufgeregt schnüffelt Koko in der Scheune herum. Am dort abgestellten Wohnwagen – nichts. An einem Traktor – nichts. Dann kommt er zu einem Holzstoß. Er schnuppert, dann legt er sich auf den Boden und bellt. Der Hundeführer kommt und zieht ein Kästchen aus dem Holzstoß. Koko hat den versteckten Sprengstoff gefunden. Anschließend ist Cash an der Reihe. Er entdeckt in einem der Eisenrohre neben dem Wohnwagen ein Röhrchen mit Rauschgift. Darauf hatte Koko zuvor nicht angeschlagen – jeder der Spürhunde ist auf eine andere Substanz spezialisiert.

Wir sind zu Besuch auf dem Trainingsgelände der Diensthundegruppe der Operativen Ergänzungsdienste (OED) Regensburg. Die Beamten haben uns vorgewarnt, dass uns kein „Streichelzoo“ erwartet. Der Leiter der Hundestaffel, Polizeihauptkommissar Rudolf Steger, zeigt uns das Gelände und die Unterkunft der Hunde, die aufgeregt und angespannt auf ihren Einsatz warten. Wir erfahren, dass der Hund schon seit der Steinzeit Begleiter und Helfer des Menschen ist.

Spürhunde haben ganz feine Nasen

Seit dem Jahre 1962 bildet die bayerische Polizei Diensthunde aus. Rauschgiftspürhunde sind seit 1968 im Einsatz. Auf die Idee, Hunde als Mitarbeiter einzusetzen, kam man deshalb, weil diese einen besonders stark ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn haben. So ist beispielsweise ihr Riechorgan eine Million Mal besser als das eines Menschen. Eingesetzt werden die „Schnüffelnasen“ zur Verbrecherjagd, dazu gehören unter anderem Delikte wie Einbruch, Diebstahl und Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, was aber nicht heißt, dass der Hund süchtig gemacht wird.

Auch zum Aufspüren von Sprengstoff, Brandmittel, neuerdings sogar zur Entdeckung von Falschgeld sind die Vierbeiner von unschätzbarer Bedeutung. Auch die Spurensuche nach vermissten Personen und das Auffinden von Leichen stehen im Mittelpunkt ihrer Aufgaben. Hochmotiviert, mit weit heraushängender Zunge – die Körpertemperatur ist mittlerweile um zwei Grad Celsius gestiegen – machen sie sich an ihre Arbeit. Oberstes Ziel ist aber der Schutz des Lebens ihres Herrchens, des Hundeführers.

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