Zeitung in der Schule 26.07.2012, 20:01 Uhr

Besuch bei glücklichen Schweinen

Auf dem Hof von Franz Aunkofer in der Nähe von Kelheim leben die Borstentiere in Familienhaltung und bekommen gesundes Futter zu fressen.

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Bei Bauer Franz Aunkofer erfuhren die Schüler auch, was „möblierte Stallhaltung“ bedeutet. Foto: Klasse 4a

Bei Bauer Franz Aunkofer erfuhren die Schüler auch, was „möblierte Stallhaltung“ bedeutet. Foto: Klasse 4a

Von der Klasse 4a, Gerhardinger-Grundschule

Kelheim. „Die Schweine haben es hier aber schön!“, rufen wir, als uns Franz Aunkofer zum Außengehege seiner Schweinezucht führt. Einige große Schweine und viele kleine Ferkel tummeln sich dort. Manche liegen faul im dicken Stroh, einige Ferkel trinken bei ihrer Mutter, andere tollen herum. Wie uns Franz Aunkofer sagt, leben sie in Familienhaltung, das bedeutet, Mutterschweine, ein Eber und die vielen Ferkel leben zusammen.

Bis zu 20 Ferkel pro Wurf

Aunkofer erklärt uns weiter, dass die Schweine in möblierter Stallhaltung untergebracht sind. Das heißt nicht, dass im Schweinestall Möbel stehen. Der Stall ist jedoch in verschiedene Bereiche unterteilt. Dort befinden sich ein Esszimmer mit vielen Futtertrögen, ein Elternzimmer, ein Ruhebereich und ein Außenbereich, der frei zugänglich ist. Es gibt sogar eine Toilette, denn Schweine wollen ihren Stall sauber halten. Nicht zuletzt befindet sich im Stall auch ein Kinderzimmer. Dort bauen sich die Mutterschweine, bevor sie werfen, ein Nest für sich und ihren Nachwuchs.

Zweimal im Jahr bekommt ein Schwein junge Ferkel – bis zu 20 Stück pro Wurf. Nachdem ein Schwein aber nur 14 Zitzen hat, müssen die weiteren Ferkel mit der Flasche aufgezogen werden. Trinken dürfen die Ferkel so lange und so oft sie wollen, sofern es die Mutter ihnen erlaubt. Während in einem herkömmlichen Betrieb die Ferkel oft schon nach drei Wochen von der Mutter wegkommen, bleiben hier die Ferkel zehn bis zwölf Wochen in der Familienhaltung. Jetzt zeigt uns Franz Aunkofer die Ställe für die älteren Ferkel, aber auch hier haben sie einen warmen Innenbereich und einen Außenbereich. Zum Fressen bekommen sie Kartoffeln, Ackerbohnen, Erbsen und Gemüse- und Obstreste.

Aunkofer lehnt es ab, an seine Schweine Soja zu verfüttern. Er erklärt uns, dass es häufig aus Südamerika kommt und den Menschen dort als Nahrung abgeht. Außerdem werden immer wieder Wälder abgeholzt um Soja großflächig anzubauen und dadurch wird der Lebensraum vieler Tiere immer kleiner. Sämtliches Futter baut Franz Aunkofer selbst an. Er besitzt 90 Hektar Felder, auf denen er Kartoffeln und alle Getreidesorten anbaut. Dabei verzichtet er der Umwelt zuliebe auf Kunstdünger und Spritzmittel. So werden die Schweine gesund ernährt, denn: „Ist das Schwein gesund, so auch der Mensch, der es isst“, meint Aunkofer.

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