Eine Stadt in der Stadt
Bei Continental in Regensburg arbeiten 6500 Menschen – bei ihrem Besuch lernen die Schüler beim Werksschutz und in der Poststelle einige davon kennen.
Mit dem Feuerlöscher rückten die Schüler einem brennenden Papierkorb zu Leibe. Foto: Continental
Regensburg. Bereits bei unserem Fußweg durch die „Stadt in der Stadt“ staunen wir über die Größe des Firmengeländes. Unser Staunen hält an, als Thomas Lachmayr, Leiter der Abteilung FESH, die zugehörigen Fakten zum Continental-Konzern präsentiert. So arbeiten beispielsweise weltweit etwa 160.000 Mitarbeiter bei Continental, am Standort Regensburg sind es circa 6500 Beschäftigte, die dann wiederum in einzelne Divisionen aufgeteilt sind. Alleine im Bereich Forschung und Entwicklung sind in Regensburg etwa 4000 Mitarbeiter beschäftigt.
Auch die mittlerweile mehr als 140-jährige Unternehmensgeschichte, in der sich der Hersteller für Kautschuk- und Gummiwaren zum weltweit führenden Automobilzulieferer entwickelt hat, beeindruckt uns. Ein modernes Auto besteht heute fast zu einem Drittel aus Elektronik, von der Getriebe- und Motorensteuerung bis hin zu Sicherheitssystemen wie Airbags oder Lenk- und Bremshilfen. Auf einer Fertigungsfläche, die so groß ist wie zwei Fußballfelder, werden täglich mehrere hunderttausend elektronische Bauteile produziert, die an über 70 Automobilproduzenten weltweit verschickt werden. Hinter diesen Zahlen stehen auch immer Menschen, die diese logistischen Herausforderungen stemmen und wir freuen uns darauf, einige davon kennenlernen zu dürfen.
Sicherheit und Tipps fürs Leben
Zuerst steht die Sicherheit auf dem Programm und wir begleiten Winfried Bösmiller, den Leiter des Werksschutzes, in die Leitstelle – eine ganze Wand voller Monitore und ein Pult, an dem alle wichtigen Telefonleitungen und die EDV gestützte Zugangskontrolle zusammenlaufen. Oft sind es nur vergessene Schlüsselkarten, aber auch bei Fahrraddiebstählen oder Einbrüchen werden von hier die nächsten Schritte eingeleitet. Ständig sind mehrere Mitarbeiter unterwegs und kontrollieren Zäune und Zufahrten.
Auch Gefahrenprävention und -abwehr innerhalb des Werkes gehören zu den Aufgaben des Werksschutzes. Einen großen Teil davon macht der Brandschutz aus. Nicht vorzustellen, was ein brennender Papierkorb anrichten könnte, wäre nicht entsprechend geschultes Personal zu Stelle. Wie die „Fortbildungen“ in Sachen Feuerlöscher ablaufen, zeigt uns Guido Jagow, Mitarbeiter des Werkschutzes. An einem Brandsimulator darf jeder einem brennenden Papierkorb mit dem Feuerlöscher zu Leibe rücken. Neben der eigenen Sicherheit, die immer im Vordergrund stehen muss, sollte man auch versuchen, die Löschschäden in Grenzen halten. Das Training macht nicht nur Spaß, gleichzeitig lernt man auch wesentliche Verhaltensregeln für den Ernstfall.

