Zeitung in der Schule 12.07.2012, 18:00 Uhr

„Für Umweltschutz kann jeder etwas tun!“

Nittenauer Schüler haben sich Gedanken gemacht und zeigen: Auch mit kleinen Dingen wie dem eigenen Einkaufsverhalten kann man viel bewirken.

Knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel wandern in Deutschland pro Jahr in den Müll – viel zu viel, finden die Nittenauer Schüler. Foto: dpa

Knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel wandern in Deutschland pro Jahr in den Müll – viel zu viel, finden die Nittenauer Schüler. Foto: dpa

Von der Klasse 6/7 des SFZ Nittenau

Nittenau. Computer spielen, fernsehen, Freunde treffen, Essen oder Einkaufen gehen – die Freizeitgestaltung interessiert Jugendliche am meisten, haben wir in einer Umfrage herausgefunden. Aber interessieren sich Jugendliche auch für eine intakte Umwelt? Zugegeben, vor unserer ZiS-Recherche haben wir uns nicht wirklich Gedanken über das Thema Umwelt gemacht. Das sollte sich im Verlauf des Projekts allerdings ändern!

Am Anfang haben wir uns gefragt, was uns an umweltfreundlichen oder umweltschädlichen Verhaltensweisen überhaupt bewusst ist. Was wir da herausgefunden haben, zeigt, dass oft vor allem die Dinge für den Umweltschutz eine wesentliche Rolle spielen, die uns nicht so bewusst sind! Und da kann jeder im Kleinen viel erreichen!

Umweltfreundlich ist zum Beispiel, kurze Strecken zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zurückzulegen und unnötige Spaßfahrten möglichst zu vermeiden – das war uns allen bewusst. Denn immer, wenn ein Motor läuft – egal, ob Flugzeug, Motorrad, Auto, Lkw oder Diesellokomotive – wird Treibstoff (Diesel, Benzin…) verbrannt und unser Klima geschädigt.

Beim Einkaufen Müll vermeiden

Weniger Verpackung zu produzieren ist umweltfreundlich, aber das ist schwierig, da in einem normalen Supermarkt fast alles (meist in Kunststoffen) verpackt ist. Sogar Fleisch, frisches Obst oder Gemüse sind in Plastik eingeschweißt. Die Sachen sind zwar dann hygienisch verpackt und man muss keinen Verkäufer bezahlen, der die Kunden bedient, aber der Müll ist da! Wir recherchieren in verschiedenen Supermärkten am Ort und stellen fest, dass verpacktes Fleisch, Obst oder Gemüse meist billiger angeboten wird. Wer billig kauft, kauft also meist „umweltschädlicher“, weil Verpackung mitgekauft wird.

Denke immer daran: Wenn es von dir oder mir gekauft wird, wird es auch weiterhin hergestellt! Also ist jeder selber verantwortlich dafür, dass riesige Mengen an Müll produziert werden. Aber ganz so einfach ist das nicht mit der Verpackung. Oder hast du schon mal Waschmittel, Weichspüler, Shampoo oder derartige Artikel umweltfreundlich (weil nicht in Plastik) verpackt gesehen? Wer in unserer Gesellschaft umweltfreundlich kaufen will, hat manchmal ein Problem – weil es einfach nicht möglich ist! Deshalb haben wir uns dafür entschieden, dass man zwar nicht „total umweltfreundlich“ kaufen kann, aber man kann bewusst darauf achten und zumindest „so weit als möglich“ umweltfreundlich kaufen! Ein Beispiel: Obst und Gemüse kann man in manchen Supermärkten auch ohne Plastikverpackung kaufen und dieses dann in einer oft wieder benutzbaren Stofftüte heimtragen – und nicht in der bequemen Plastiktüte, die meist direkt neben dem Obst hängt.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo