Nordic Walking mit einem echten Profi
Olympiasieger Peter Schlickenrieder begeisterte die Jugendlichen an der Förderschule für Körperbehinderte für seinen Sport. Seine Autogramme waren gefragt.
Regensburg. Aufgeregt sitzen 130 Schüler der Pater-Rupert-Mayer-Schule in der Aula und warten gespannt auf die Ankunft eines besonderen Gastes: Zum ersten Mal wird ein echter Olympia-Medaillengewinner die Schule besuchen! „Wie wird so ein Promi wohl sein?“, fragen sich die Schüler. Als Peter Schlickenrieder, Silbermedaillen-Gewinner von 2002 in Salt Lake City im Langlauf-Sprint, sich dann mit einem herzlichen „Hallo, ich bin der Peter“ im oberbayrischen Dialekt vorstellt, macht er damit gleich klar, dass er uns als Sportkamerad begegnen will und nicht als Lehrmeister. Dabei ist er heute hier, um uns in das Nordic Walking einzuführen.
Nach der Begrüßung durch Schulleiter Günter Niksch und Bürgermeister Joachim Wolbergs weist Peter Schlickenrieder auch in seinem Vortrag immer wieder darauf hin, dass er ein „Mensch wie ihr alle“ sei und wie wir auch mit Fehlern und Problemen des Alltags zu kämpfen habe. So musste er als Junge mit selbstgestrickten Socken seiner Oma zum Sport gehen, da seine alleinerziehende Mutter über wenig Geld verfügte. Diese „Bauernstrümpf“ machten ihn zum Gespött und Außenseiter im Verein. Allerdings ließ er sich dadurch nicht unterkriegen und machte weiter, bis er schließlich Vereinsmeister wurde – damals noch im Turnen. Und auf einmal waren seine Socken angesagt und Peter in der Gruppe anerkannt.
„Nicht aufgeben – Ziele und Träume verfolgen“, das ist die Botschaft, die Schlickenrieder uns mitgeben will. Auch seine Langlauf-Karriere verlief nicht ohne Rückschläge: Da es Sprint noch nicht als olympische Disziplin gab, konnte er trotz Siegen in Sprintrennen 1998 nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. Doch Schlickenrieder verfolgte seinen Traum weiter. In Salt Lake City 2002 war Sprint olympisch und Schlickenrieder konnte die Silbermedaille erringen! Mit 32 Jahren beendete er daraufhin seine Karriere als Leistungssportler.
Auf zum Baggerweiher
Nachdem Schlickenrieder uns noch erzählt, wie er über das „Sommertraining“ zum Nordic Walking kam und welche Vorteile dieser Sport für uns haben kann, geht es endlich an die Stöcke! Hochmotiviert und voller Tatendrang klappern die Walking-Einsteiger Richtung Sportplatz. Dort fällt der Blick zuerst auf einen Stand der AOK mit verlockenden Früchten: Äpfel, Bananen, Birnen und große Kelche voll mit leuchtend roten Erdbeeren lassen den Sportlern das Wasser im Mund zusammenlaufen. Doch vor der Belohnung steht zuerst die Anstrengung.






