Kultur 05.03.2013, 15:33 Uhr

Gerüst vorm Bayreuther Festspielhaus bleibt

Wagner-Fans werden bei ihrem Besuch der Bayreuther Festspiele heuer ein Gerüst sehen - und nicht die Fassade des Festspielhauses, denn der Putz bröckelt.

Am Festspielhaus ist ein Gerüst aufgebaut worden, denn durch Schäden an der Fassade besteht Sanierungsbedarf. Foto: Kathrin Zeilmann/dpa

Am Festspielhaus ist ein Gerüst aufgebaut worden, denn durch Schäden an der Fassade besteht Sanierungsbedarf. Foto: Kathrin Zeilmann/dpa

Bayreuth. Die Fassade des Bayreuther Festspielhauses bleibt weiterhin eingerüstet. Damit werden beim Geburtstagskonzert für den Komponisten Richard Wagner im Mai und bei den Festspielen im Sommer die Gäste voraussichtlich an dem Gerüst vorbeischreiten müssen und nicht die Fassade des berühmten Festspielhauses sehen.

Das Gerüst war im Spätherbst aufgestellt worden, um zu verhindern, dass von der maroden Fassade Putz abbröckelt. Würde man es nun abbauen, bestünde ein Haftungsrisiko, sagte Verwaltungsratschef Toni Schmid am Dienstag. „Solange dieses Restrisiko nicht ausgeschlossen ist, muss dieses Gerüst bleiben.“

Zudem hätten Denkmalschutzexperten einen vorsichtigen Umgang mit der Fassade angemahnt und davon abgeraten, das Mauerwerk abzuklopfen. „Man sollte pfleglich mit der Fassade umgehen und erhalten, was erhalten werden kann“, betonte Schmid. „Es ist deshalb sinnvoll, das Gerüst zu belassen.“ Derzeit prüfen Experten den Zustand des Mauerwerks. Dem kompletten Festspielhaus steht eine umfangreiche Sanierung bevor. Einen genauen Zeitplan dafür gebe es noch nicht, ergänzte Schmid. Er gab zu bedenken, dass außerhalb der Festspielzeit immer nur ein kurzes Zeitfenster für die Arbeiten zur Verfügung stehe: vom 1. September bis zum Wintereinbruch und dann wieder bis zum April, wenn die Proben beginnen.

Der Verwaltungsrat will nun aber das Gerüst zumindest optisch verschönern - mit Planen beispielsweise. „Wir schauen, dass es von der Ästhetik her einigermaßen erträglich wird“, sagte Schmid. Denkbar seien Fotoplanen, wie man sie in München beispielsweise bei der Sanierung der Kirche St. Michael in der Fußgängerzone aufgehängt habe. „Das ist nichts Ungewöhnliches“, ergänzte Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. Es sei zwar unschön, dass ausgerechnet im Wagner-Jubiläumsjahr - der Komponist wurde vor 200 Jahren geboren - ein Gerüst vor dem Festspielhaus stehe. Doch die Sicherheit gehe vor: „Solange Gefahr besteht, können wir uns aus Sicherheitsgründen nicht von dem Gerüst trennen.“ (dpa)

 

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