Kultur 02.08.2012, 18:36 Uhr

Nikitin bestreitet Hakenkreuz-Tätowierung

Seine Tätowierungen hatten in Bayreuth für einen Eklat gesorgt. Nun behauptet der Bass-Bariton Evgeny Nikitin, er habe nie Hakenkreuz-Tattoos getragen.

Der aus St. Petersburg stammende Sänger Evgeny Nikitin sagte wegen seiner umstrittenen Brust-Tätowierungen seinen Auftritt bei den Bayreuther Festspielen nur wenige Tage vor der Eröffnungspremiere ab. Foto: dpa

Der aus St. Petersburg stammende Sänger Evgeny Nikitin sagte wegen seiner umstrittenen Brust-Tätowierungen seinen Auftritt bei den Bayreuther Festspielen nur wenige Tage vor der Eröffnungspremiere ab. Foto: dpa

New York. Nach dem Rückzug des Bass-Baritons Evgeny Nikitin von den Bayreuther Festspielen hat der Sänger bestritten, eine Hakenkreuz-Tätowierung getragen zu haben. Es sei richtig, dass er eine vielseitige künstlerische Lebensgeschichte habe, inklusive einem Interesse an Heavy Metal und skandinavischer Mythologie, sagte Nikitin in einem von der Metropolitan Opera New York am Mittwoch veröffentlichten Statement des Künstlers. Dies sei auch die Inspiration für seine Tätowierungen. Es sei jedoch falsch zu behaupten, er hätte jemals ein Hakenkreuz getragen.

„Ich habe absolut keine Affinität oder Verbindung zu irgendeiner Neonazi- oder Faschisten-Bewegung, noch hatte ich sie je in der Vergangenheit“, sagte der Sänger. Nikitin war für die Titelrolle in Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ vorgesehen gewesen. Nach Berichten über seine Tätowierungen mit nationalsozialistischen Symbolen bat ihn die Festspielleitung zum Rapport. Nikitin sagte daraufhin seinen Auftritt ab. (dapd)

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