Internet für alle: «Die digitale Gesellschaft»
München. Es gibt heute kein «offline» mehr. Wir leben längst in einer digitalen Welt. Doch was bedeutet das genau für unseren Alltag, wie verändern sich dadurch Wirtschaft und Politik? Diesen Fragen gehen Markus Beckedahl und Falk Lüke in ihrem Buch «Die digitale Gesellschaft» nach.
Die Netzaktivisten und Journalisten beleuchten dabei Aspekte wie etwa Urheberrecht und Netzsicherheit, Kinderpornografie und Internetsperren sowie viele andere Themen, die in den vergangenen Jahren die öffentliche Diskussion beherrschten. Dabei kommt den beiden Autoren zugute, dass sie etwa durch ihre Mitarbeit in einer Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags Einblick in den Berliner Politikbetrieb bekamen. So beklagen sie die fehlende netzpolitische Inkompetenz und Schwerfälligkeit vieler Parlamentarier. Dabei müsste ihrer Ansicht nach die Demokratie auch und gerade im Netz verteidigt werden. Die Autoren verstecken sich nicht hinter einem einschüchternden Fachjargon, sondern machen das komplexe Thema in verständlicher Sprache für alle zugänglich.
Markus Beckedahl/Falk Lüke: Die digitale Gesellschaft. Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 220 Seiten, 14,90 Euro, ISBN 978-3-423-24925-6

