Berliner Oktoberfest: Emilia Müller zapft an
Die bayerische Vertretung in Berlin veranstaltet einen Ableger der Wiesn. Europaministerin Müller bringt das Festbier mit drei gezielten Schlägen in Fluss.
Nach drei Schlägen hieß es in der bayerischen Landesvertretung in Berlin: Ozapft is! Foto: Henning Schacht
Berlin. Ozapft is: Mit drei Schlägen hat Bayerns Bundes- und Europaministerin Emilia Müller (CSU) am Mittwochabend beim Oktoberfest der bayerischen Landesvertretung in Berlin das erste Fass angestochen. Die erste Maß ging an Bundeskanzlerin Angela Merkel (re.), die nach einem stressigen Tag mit Generaldebatte im Bundestag und dem Karlsruher Urteil zur Euro-Rettung zu den Bayern gekommen war. Mit Blasmusik wurde die CDU-Chefin zu ihrem Tisch in dem weiß-blau geschmückten Saal mit imitierter Holzhütte geleitet. Sie winkte kurz.
Auch Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (CSU) wurde von Müller gleich bedient. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) witzelte: „Man fährt normalerweise in die Hauptstadt, um Geld abzugeben. Heute geben wir den Gastgeber.“ Sogar für den politischen Erzfeind, die Linke: Deren Ex-Parteichef Klaus Ernst – er stammt aus Bayern – war auch da. Natürlich in Lederhose. Unter den rund 700 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren noch weitere Berliner Kabinettsmitglieder, etwa Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, Verkehrsminister Peter Ramsauer (alle CSU) sowie Umweltminister Peter Altmaier (CDU).

