Bistum will lesbische Erzieherin rauswerfen
Eine Pfarrkirchenstiftung kündigt einer lesbischen Erzieherin aus dem Landkreis Neu-Ulm – trotz Elternzeit. Nun wird der Fall vor Gericht verhandelt.
Zwei Frauen halten sich an den Händen: Weil sie lesbisch ist, bangt eine Erzieherin aus dem Landkreis Neu-Ulm um ihre Stelle.
Augsburg. Um die Rechte einer lesbischen Erzieherin in einem katholischen Kindergarten geht es am Dienstag vor dem Augsburger Verwaltungsgericht. Obwohl sie in Elternzeit ist, will der katholische Arbeitgeber die 39-Jährige aus dem Landkreis Neu-Ulm wegen ihrer Homosexualität entlassen. Doch das zuständige Gewerbeaufsichtsamt weigert sich, der Kündigung zuzustimmen. Deshalb zog die Pfarrkirchenstiftung vor Gericht. „Aus Sicht der Diözese handelt es sich um einen so schwerwiegenden Verstoß gegen die Loyalitätspflicht eines Mitarbeiters, dass eine Kündigung keinen Aufschub duldet“, sagt Bistumssprecher Markus Kremser. Hintergrund: Homosexualität verstößt gegen die Moralvorstellungen der katholischen Kirche.

