Oberpfalz & Bayern 06.09.2012, 11:07 Uhr

Blick hinter alt-ehrwürdige Kulissen

Mehr als ein Dutzend Denkmäler öffnen im Landkreis Neumarkt ihre Tür – teilweise sogar private Gebäude. Holz ist heuer das Schwerpunktthema.

Das ehemalige Pfarrhaus in Pelchenhofen besitzt einen eindrucksvollen Dachstuhl. Auch er ist am Sonntag zu sehen.

Das ehemalige Pfarrhaus in Pelchenhofen besitzt einen eindrucksvollen Dachstuhl. Auch er ist am Sonntag zu sehen.

Von Eva Gaupp

Landkreis. Das alte Pfarrhaus in Pelchenhofen ist ein Paradebeispiel für den diesjährigen Tag des offenen Denkmals. Denn das Motto lautet dieses Mal „Holz.Wunder.Welten“. Und der Dachstuhl des Pfarrhauses aus dem Jahr 1730, das Georg und Silvia Hollfelder mit viel Liebe und Aufwand restauriert haben, verfügt unter anderem über einen eindrucksvollen Dachstuhl (Bild). Das Haus ist unter der Adresse Zur Schwemm 1 im Neumarkter Stadtteil Pelchenhofen zu finden, geöffnet hat es von 13 bis 17 Uhr – Führungen bieten die Bauherren nach Bedarf an.

Holz sei aus der Kulturentwicklung der Menschheit in allen Erdteilen nicht wegzudenken, erklärt der Initiator des Denkmaltags, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege. „Aus Holz schufen die Menschen Häuser, Schiffe, Wagen, Musikinstrumente, Möbel, aber auch Waffen und Werkzeuge.“

Wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen am Sonntag historische Bauten und Stätten ihre Türen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind. Allein in Bayern werden mehr als 900 Veranstaltungen angeboten und insgesamt rund 300000 Besucher erwartet. Darunter auch einige interessante Objekte im Landkreis Neumarkt. Der Freistaat besitzt mehr als 165000 Bau- und Bodendenkmäler. Von den 115000 Baudenkmälern befinden sich beinahe zwei Drittel im privaten Eigentum. Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren. Archäologen, Restauratoren und Denkmalpfleger lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge sonst verborgen bleiben.

Außerdem erwaten das Burgmuseum in Parsberg, Klosterstadel in Gnadenberg, St. Cäcilia in Pavelsbach, die Raiffeisenbank in Breitenbrunn, das Deutschordensschloss in Postbauer-Heng und einige andere interessante Gebäude die Besucher.

Traunsfeld

St. Willibald hat erst das 950-jährige Bestehen gefeiert. Der renovierte Pfarrhof besteht aus dem Pfarrhaus von 1719, einem zweigeschossigen Bau mit Walmdach, und einer Pfarrscheune von 1720 mit Stall und Fachwerkbau. Der Pfarrhof liegt nördlich der Kirche mit umgebendem Friedhof. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr, Führungen finden um 14 und 16 Uhr statt.

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